Seit Wochen schon befinden wir uns im Lockdown. Trotz oder gerade wegen der geforderten sozialen Distanz, die wir einhalten sollten, erfahren wir besonders, dass wir einander brauchen – besonders, wenn es uns mal nicht so gut geht. Einkaufen, Medikamente besorgen, wachen, anrufen, Aufmerksamkeit schenken, Briefe schreiben – es gibt viele Formen, für andere da zu sein.

Wir brauchen die anderen,
die wachen, wenn wir schlafen,
die glauben, wenn wir zweifeln,
die beten, wenn wir nur noch schweigen.

Wir brauchen die anderen,
die mit uns gehen,
die mit uns hoffen und bangen,
die müde sind und nicht verzagen,
die wir beanspruchen können
und die wir mit unseren Sorgen und Nöten beladen.

Wir brauchen die anderen,
die mit uns vor dir stehen,
die dich bitten und fragen,
die dir danken und dir zur Verfügung stehen.

Wir brauchen die anderen,
weil wir dir begegnen,
wenn wir unser Leben mit ihnen teilen.
Weil du uns Kraft gibst auf dem Weg zu dir,
wenn wir einander begleiten und beistehen.

nach S. Schneider, Denn du bist da