Aufgebrochenes Holz

Ein kleines Holz, ein goldner Schein … So viele Ringe Jahr um Jahr.

So viel Dunkel Nacht für Nacht.

So viel Sonne durch die Tage, Sturm und Wetter, Frost und Hitze, Eis und Schnee. Soviel Lärm und so viel Schweigen.

Auch vor Krankheit nicht verschont…

Oft gebeugt und dennoch aufrecht.

Oft ein Ächzen und ein Stöhnen, dennoch grün und voller Hoffen.

Voller Träume. Aufgebrochen…

 

Im achtsamen Schauen erblicken wir in der Natur das Vollendete.

Nur wenig muss ergänzt werden, damit das Ganze sichtbar wird.

 

«Das kleine Holz lag unter denen, die ich verbrennen wollte, um mich am offenen Kamin im Winter zu erwärmen. Nur etwas Wärme wünschte ich von ihm. Es gab mir mehr: Vollendung.»

arte contemplativa, S44f

 

 

Auferstehen

Wenn selbst ein Holz von Aufbruch träumt

und wirklich aufbricht,

sag, was dann?

 

Dann aufersteht der ganze Baum

zum Lebensbaum.

 

Ausreden sind dann nicht mehr möglich

für den Menschen, nicht aufzuerstehen.

 

Dr. Simon Peng/noah-vlg