Drei Tage nach Pfingsten nochmals über dieses Fest etwas zu schreiben, liegt auf der Hand. Man könnte auch sagen, dass es an Pfingsten auch um die Kommunikation geht. Heisst es doch in der Apostelgeschichte zum Pfingsttag «… Als der Tag des Pfingstfestes gekommen war, waren alle zusammen am selben Ort… Und alle wurden vom Heiligen Geist erfüllt und begannen, in anderen Sprachen zu reden, wie es der Geist ihnen eingab» (Apg 2,1.4). Pfingsten – das grosse Fest der Verständigung. Jede*r kommuniziert in seiner und ihrer Sprache und Männer und Frauen verstehen sich trotzdem.

Wir alle wissen und kennen das aus eigener Erfahrung – Kommunikation ist nicht einfach. Immer wieder gibt es Missverständnisse und jede*r fühlt sich immer wieder nicht verstanden. Wir leben in einer «digitalen Ära». Wir können mit Freund*innen und der Familie vernetzt sein und uns täglich austauschen, auch wenn wir Hunderte von Kilometer voneinander entfernt sind. Der Bereich Kommunikation hat mich immer schon fasziniert. Zurzeit lese ich gerade ein Buch mit dem Titel «Kommunikation für die digitale Ära». Obwohl wir durch die sozialen Netzwerke mehr verbunden sind als jemals zuvor, nehme die Einsamkeit zu. Und so wird unter anderem empfohlen, tiefgreifende Kommunikation nach wie vor mündlich mit einem Gegenüber zu führen und dabei das Smartphone in der Tasche zu behalten. Nur so sei wirkliche Verbundenheit zu spüren. Wir Menschen stehen nicht erst seit heute durch die Digitalisierung vor grossen Herausforderungen. Es gelte, sich diesen Herausforderungen einer neuen Art von Kommunikation zu stellen. Das Fazit am Schluss: Denn eines sollte Kommunikation immer bleiben – empathisch. Und das nicht nur im privaten, sondern auch im beruflichen Kontext.

Regina Osterwalder (Foto: pixabay.com)