Noch vier Nächte schlafen und es beginnt der letzte Tag des Jahres 2020. Ein Jahr, in dem ein Virus so vieles lahmgelegt hat und Menschen in pflegenden Berufen an den Rand ihrer Kräfte gebracht hat und immer noch bringt. Ein Jahr, in dem Menschen um ihre Existenz bangen mussten und immer noch bangen. Ein Jahr, in dem auch im Bekannten- und Freundeskreis Menschen erkrankten und an Covid-19 starben. Ein Jahr, das uns noch lange in Erinnerung bleiben wird. In diesem Jahr habe ich selber erfahren, wie Kontakte – anders zwar – durch ein WhatsApp, eine Karte, ein Telefon getragen haben. Auch da Mut-Worte, die berührt, zum Lachen gebracht oder einfach gutgetan haben.
Bei diesen Erfahrungen kam mir ein Begriff in den Sinn – Achtsamkeit. Für mich ist dieser Begriff ein Mut-Wort. Nicht einfach das Leben und den Alltag so im Tempo leben, sondern geistig in der Gegenwart zu sein, so dass wir uns selbst, die Mitmenschen, Farben und Gerüche, die Natur, alles um uns herum bewusst wahrnehmen. Achtsamkeit heisst, wach bei dem sein, was ich gerade tue. Achtsamkeit – eines meiner Mut-Worte.

Regina Osterwalder (Foto: jplenio, pixabay.com)