Drei Minuten für die Dankbarkeit

Jeden Tag Zähne putzen und nicht zu knapp – dafür gab und gibt es eine Sanduhr bei den Zahnputzbürsten und Zahnpasten zu kaufen. Drei Minuten sind nicht lange, doch wenn ich am Zähne putzen bin, schein mir die Zeit ewig – aber es gibt Übung – oder Routine. Untere Reihe links hinten beginnen, über die Schaufelzähne bis ganz nach rechts hinten – auch alle «Bödeli» – und das Ganze auch mit der oberen Zahnreihe und bis das letzte Sandkorn nach unten gerieselt ist. Und dies Tag für Tag. Zähneputzen hat etwas Rituelles – es gibt eine Art eine gute Routine.

In letzter Zeit habe ich diese Zahnputz-Sanduhr mal zweckentfremdet und eine Zahnputz-Zeit lang ausgesprochen, wofür ich dankbar bin – meine Liebsten, Freundschaften, Nachbar*innen, Begegnungen, meine Sinne, meine Hobbys, Fähigkeiten, Fertigkeiten, Erlebnisse, Überraschungen, Hilfe, die ich erfahren habe, gute Nachrichten, feines Essen, wohltuende Getränke oder mal ein Mittagsschlaf, meine Arbeit, Gesundheit. Vieles, das wie selbstverständlich erscheint … Ich habe die ersten Male nicht so leicht drei Minuten lang «durchgehalten». Ab und zu bin ich auch abgerutscht – wollte klagen, schimpfen, mich an Ungutes erinnern. Wohlwollend dankbar mich erinnern bis zum letzten Sandkorn – tut gut – ist vitalitätsfördernd – fördert die Abwehrkräfte und die Gesundheit. Übrigens: mit etwas Übung geht es auch gleichzeitig – Zähneputzen und in Gedanken Danken. Freuen Sie sich am Guten und bleiben Sie gesund.

Felix Bütler-Staubli (Foto: Felix Bütler-Staubli)