Ich habe letztens einer Arbeitskollegin gebeichtet, dass ich mich beim Schreiben von Fürbitten immer etwas abmühe und diese Aufgabe daher nach Möglichkeit gerne an andere abschiebe. Seither müssen wir öfter schmunzeln, wenn dieses Thema zur Sprache kommt. Dabei finde ich das Konzept der Fürbitte etwas Wunderschönes. Nicht immer steht es in unserer Macht, konkret etwas für andere zu tun. Aber einander in Gedanken oder im Gebet zu begleiten, das geht fast immer. Und es kann meiner Erfahrung nach auch echte Verbindung schaffen.

Zum Beispiel habe ich am Freitag vor dem Firmwochenende einen Seelsorgebesuch in einem der Altersheime in Ebikon gemacht. Aus dem Gespräch heraus hat es sich spontan ergeben, dass ich die Heimbewohnerin gebeten habe, für unsere Firmand*innen zu beten. Sie begann richtiggehend zu strahlen und hat freudig zugesagt. Als ich vor dem Firmgottesdienst dem Firmspender davon erzählt habe, hat er sich wiederum auch darüber gefreut. Irgendwie war die Heimbewohnerin dadurch für mich im Firmgottesdienst mit dabei, auch wenn sie den Weg physisch nicht geschafft hätte.

Christa Grünenfelder (Bild und Text)