Etwa 14 Monate schon hat das Coronavirus die Schweiz im Griff und fordert seitdem die Menschen heraus. Viele zogen sich aus dem lauten, quirligen, rastlosen Alltag zurück, leben und arbeiten in der häuslichen Umgebung, litten oder leiden unter der Enge, abgenabelt von Arbeitskolleginnen und -kollegen und Freundeskreisen, müssen auf den Ausgang am Abend und den kühlen Trunk in der naheliegenden Beiz verzichten. Anderen kamen der klösterlich Rückzug und die Ruhe zu statten. Lesen, Schreiben, Philosophieren, dafür ist die Abgeschiedenheit gerade recht. Vielen Menschen aber ist der verordnete Rückzug ein Gang in die Einsamkeit, brachte Lustlosigkeit, Mutlosigkeit und tiefe Angst.

«Gring ache ond seckle» dieser legendäre Spruch von Anita Weiermann vor dem 1500-Meter-Final an der Weltmeisterschaft in Athen vor bald 25 Jahren kam mir in der abendlichen Dämmerung in den Sinn. Der Ausdruck zeigt doch die Kraft, die Energie und den Mut, die in dieser Athletin steckten und ihr zur Bronze-Medaille verhalfen.

Könnte vielleicht ihr Spruch «Gring ache ond seckle» verändert, etwa so «Gring ache ond dore» gepaart mit der Kraft und Energie, die in ihrem Ausruf stecken, helfen, die verzwackte Situation etwas besser zu in den Griff zu bekommen?

Ich wünsche Ihnen die Kraft und den Mut.

Hans Egli (Foto: pixabay.com)