Der Palmsonntag eröffnet, wie eine Musik-Ouvertüre, die Karwoche. Ein Jubeltag, als Jesus wie ein König in Jerusalem von vielen Menschen begrüsst wurde – die Menschen jubelten ihm zu, die gleichen Leute waren erstaunt dabei, als Jesus am Donnerstag nach seinem letzten Abendmahl verhaftet wurde. Es folgte das Verhör, die Verspottung und sein Leidensweg, der am Freitag am Kreuz endete. Enttäuschung und Hoffnungslosigkeit macht sich unter seinen Anhängern breit.

Vor dem Palmsonntag werden verschiedene grüne Zweige gesammelt und zurechtgeschnitten, damit die grünen Büschel und die Palmstangen bereit sind für den Jubeltag und die Segnung als Erinnerung an diesen Tag.

Vor einigen Jahren ist mir ein Blatt in die Hände gefallen, welches ein nicht alltägliches Loch aufwies – Dieser Durchblick im Blatt inspirierte mich zum Nachdenken!

Wie kann ich auch in schweren Momenten die Liebe durchblicken lassen – im Schweren, in der Entbehrung oder in der Not – die Liebe erkennen?

Oft sehen wir erst im Zurückblicken was wir „ausgefressen“ haben, hoffentlich auch Gutes, Liebevolles …

Heute und in den kommenden Tagen, wünsche ich uns viele bewusste Momente, bei denen wir im Jubeln und in den Enttäuschungen mit der liebevollen Kraft verbunden bleiben.

Felix Bütler-Staubli (Foto Palmstangen: Pfarrei Buchrain-Perlen, Foto Stechpalmenblatt mit Herz: Felix Bütler-Staubli)