Heute ist «Muttertag». Und gleichzeitig der Gedenktag des Heiligen «Beatus». Er ist mein Namenspatron. Das Verbindende von beidem ist für mich: Dass höchst wahrscheinlich meine Mutter den Impuls gegeben hat, dass ich heute den Vornamen «Beat» trage!

Und ich bin, wie es der lateinische Name sagt, «glücklich» damit! In der Gymnasial- und Studentenzeit wurde ich oft begrüsst mit dem Zitat aus Eichendorff’s «Wanderlied der Prager Studenten»: «Beatus ille homo qui sedet in sua domo …» – «Glücklich der Mensch, der in seinem Hause sitzt …» Später hörte ich in Pfarrhäusern häufig den Vers aus Psalm 112: «Beatus vir qui timet Dominum» – «Selig der Mann, der den Herrn fürchtet und ehrt». In Luzern bin ich Paolo Brenni begegnet, der im Rex-Verlag das Jugendbuch publiziert hat: «Beat und der Drache – und andere Legenden», hervorragend illustriert von Paul Nussbaumer. Erst nach der Zeit im Priesterseminar St. Beat habe ich realisiert, dass der Hl. Beat ja mehrfach in der Hofkirche präsent ist: Über dem Hauptportal, auf drei Seitenaltären und im Chorgestühl.

Beim Brand der Luzerner Kapellbrücke 1993 ist das Giebelbild Nr. 15 verbrannt. Auf dem Weg zur Theologischen Fakultät habe ich oft einen Blick darauf geworfen. Es zeigte Beat mit dem Drachen. Als Bildkommentar war zu lesen: «St. Beat …  wird des Lands Apostel g’nandt, von St. Peter selbst gesandt.»

Mit der Botschaft des Evangeliums hat der «Schweizer Apostel» Beat den Drachen (das «Böse») aus den «St. Beatushöhlen» am Thunersee vertrieben. Und die Menschen von Angst und Unbill erlöst.

An was erinnert dich der Muttertag?

Beat Jung (Foto: Thomas Lang)