Gottes Gegenwart – unser tägliches Brot

Brot als Grundnahrungsmittel steht jeden Tag auf unserem Tisch. Es nährt unseren Körper und schenkt in seinen verschiedensten Sorten und Verarbeitungen auch sinnliche Freude.

Brot ist im Christentum mehr als nur ein Sättigungsmittel. Es symbolisiert den Leib Christi, so wie wir es in der Eucharistie oder im Abendmahl bezeugen:

„Nehmt und esset alle davon, das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird.“

 

Werdet, was ihr empfangt – Leib Christi

Augustinus

 

So könnte die Einladung sein, wenn wir die Kommunion empfangen.

Der Leib Christi im eucharistischen Brot nährt unseren Geist und unsere Seele, schenkt Lebenssinn und Frieden.

Die Teilhabe am Leib Christi schafft einerseits eine tiefe Verbindung unter den Gläubigen, die uns zur Kirche als Gemeinschaft der Gläubigen macht, in der Gott grundlegend gegenwärtig ist. Andererseits empfangen wir den Leib Christi in unserem persönlichen Leben und der eigene Leib wird zum Tempel/Haus Gottes.

An Fronleichnam erinnern und feiern wir die Gegenwart Jesu mitten in der Welt, in der Gemeinschaft der Gläubigen und in jedem Menschen.  In Verbindung mit einer Prozession und im Zeichen des Brotes als Leib Christi wird sichtbar gemacht: Christus geht alle unsere Wege mit, er ist immer und überall da.

Wie das tägliche Brot uns Grundnahrungsmittel ist, kann Gott in unscheinbaren Begegnungen und in alltäglichen Ereignissen gegenwärtig erscheinen und grundlegenden Sinn geben.