Buchrain Perlen
Ebikon
Root

Leitartikel Dezember

«Seht, das Zelt Gottes
unter den Menschen!»

 

Da hörte ich eine laute Stimme […]: Seht, die Wohnung (das Zelt) Gottes unter den Menschen! Gott wird in ihrer Mitte wohnen, und sie werden sein Volk sein; und Gott, wird bei ihnen sein.
(Offb 21,3)

 

Das obige Zitat verbinde ich mit dem, was Weihnachten bedeutet: Gott kommt zu uns, in unsere Welt. Gehen wir noch etwas ins Detail: Was verbinde ich mit dem Wort «Zelt/ Wohnung»?

Wohnung steht für einen Ort, wo ich Geborgenheit, Schutz, Heim, Heimat erfahre, wo ich mich selbst sein kann, wo ich ruhig und zufrieden bin. Ein Zelt erinnert mich an eine Wanderschaft in Freiheit und in Berührung mit der Natur, aber auch an ein Provisorium, ein Unterwegssein und -bleiben.

Doch auch die Frage an mich: Findet Gott einen wohnlichen Platz in unserer Welt, in unserem Alltag, in meinem Leben, in meinem Herzen?
Aber das Entlastende ist doch: Gott kommt zu uns, zu mir, ja Gott ist schon da – ich brauche ihn nicht mühsam zu suchen.

Wo in meinem adventlichen Alltag kann ich einen Moment des Bewusstwerdens und der nährenden Begegnung mit dem nahen Gott einbauen? Hilft mir ein Ort, eine bestimmte Zeit? Welchen Erinnerungsanker setze ich?
Was hilft mir eine nährende Zeit im Alltag zu gestalten?
Indem ich einen Gedanken aufschreibe oder im Tagebuch notiere, ein Buch, einen Text, eine Geschichte lese, ein Bild, die Natur auf mich wirken lasse, ein Lied singe oder Musik höre, einen Spaziergang mache oder einen Moment in der Kirche ausruhe, eine gemeinsame Teezeit mit einem lieben Menschen oder einen Adventskalender gestalte?

 

Ich wünsche Ihnen eine erfüllende Advents- und Weihnachtszeit!

 

Bruno Strassmann, Pfarreiseelsorger Ebikon

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