Auf dieser Seite finden Sie Pastoralraumanlässe. Gottesdienste und weitere Anlässe finden Sie auf den Websites der Pfarreien und im aktuellen Pfarreiblatt.

Gottesdienste

Aktuelle Anlässe

Gottesdienste mit Schutzkonzept

Gottesdienste mit Schutzkonzept

  • An Kirchen-/Kapellentüren ist die maximale Personenzahl vermerkt und ausserdem weisen wir an dieser Stelle auf die wichtigsten Vorsichtsmassnahmen hin.
  • In unseren öffentlich zugänglichen Räumen gilt Maskenpflicht.
  • Bitte achten Sie auf 1.5 m Abstand (ausser bei Personen aus dem gleichen Haushalt).
  • Ab 1. Juli und bis auf weiteres ist in der Pfarrei Ebikon keine Anmeldung zu den Gottesdiensten mehr notwendig.
  • Allgemein gelten die Regeln der Behörden.

 


Gezielte Massnahmen helfen, das Risiko einer Übertragung des Corona-Virus zu minimieren. Diese Massnahmen haben wir in unserem Schutzkonzept zusammengefasst. Dieses basiert auf den Vorgaben des BAG (Bundesamt für Gesundheit) und der Schweizer Bischofskonferenz.

Das detaillierte Schutzkonzept unseres Pastoralraums können Sie hier herunterladen:

Glück gehabt

Glück gehabt

Ich sehe es als grossen Glücksfall, in der Schweiz geboren zu sein. Schweizerin zu sein, macht mich ein bisschen stolz und vor allem sehr dankbar. Heute danke ich ganz besonders all jenen, die dafür gekämpft und allen Männern, die vor 50 Jahren dafür gestimmt haben, dass wir Frauen das Stimm- und Wahlrecht bekommen – auch wenn es bei Gott lange genug gedauert hat.

Im Hinblick auf Gendergerechtigkeit gibt es nach wie vor viel zu tun, in der Schweiz, weltweit und ja, in der römisch-katholischen Kirche. Aber ich denke, an einem Tag wie heute dürfen wir auch feiern, dass Vieles gut läuft in unserem Land. Für diejenigen, die dabei der Nationalhymne an diesem speziellen 1. August mal einen femininen Touch geben möchten, habe ich hier einen Textvorschlag erarbeitet:

Trittst im Morgenrot daher,
Seh’ ich dich im Strahlenmeer,
Dich, du Hocherhabene, Herrliche!
Wenn der Alpenfirn sich rötet,
Betet, freie Schweizer*innen, betet!
Eure fromme Seele ahnt
Eure fromme Seele ahnt
Gott im hehren Heimatland,
Gott, mein Gott, im hehren Heimatland.

Kommst im Abendglühn daher,
Find’ ich dich im Sternenheer,
Dich, du Menschenfreundliche, Liebende!
In des Himmels lichten Räumen
Kann ich froh und selig träumen!
Denn die fromme Seele ahnt
Denn die fromme Seele ahnt
Gott im hehren Heimatland,
Gott, mein Gott, im hehren Heimatland.

Ziehst im Nebelflor daher,
Such’ ich dich im Wolkenmeer,
Dich, du Unergründliche, Ewige!
Aus dem grauen Luftgebilde
Tritt die Sonne klar und milde,
Und die fromme Seele ahnt
Und die fromme Seele ahnt
Gott im hehren Heimatland,
Gott, mein Gott, im hehren Heimatland.

Fährst im wilden Sturm daher,
Bist du selbst uns Hort und Wehr,
Du, allmächtig Waltende, Rettende!
In Gewitternacht und Grauen
Lasst uns kindlich ihr vertrauen!
Ja, die fromme Seele ahnt,
Ja, die fromme Seele ahnt,
Gott im hehren Heimatland,
Gott, mein Gott, im hehren Heimatland.

 

Text und Foto: Christa Grünenfelder

Unterwegs am Bach

Unterwegs am Bach

Unterwegs am Bach, der von den Engstligen-Wasserfällen Richtung Kander fliesst, freue ich mich an der Schönheit der Natur.

1 Lobe den Herrn, meine Seele!
Herr, mein Gott, wie groß bist du!

10 Du lässt die Quellen hervorsprudeln in den Tälern,
sie eilen zwischen den Bergen dahin.

12 An den Ufern wohnen die Vögel des Himmels,
aus den Zweigen erklingt ihr Gesang.

13 Du tränkst die Berge aus deinen Kammern,
aus deinen Wolken wird die Erde satt.

14 Du lässt Gras wachsen für das Vieh, auch Pflanzen für den Menschen, die er anbaut, damit er Brot gewinnt von der Erde

15 und Wein, der das Herz des Menschen erfreut.

Aus: Psalm 104

Ich wünsche auch Ihnen beglückende Erfahrungen!

Wort und Bild: Beat Jung

 

 

 

1. Welttag der Grosseltern und älteren Menschen

1. Welttag der Grosseltern und älteren Menschen


«St. Anna selbdritt»: Die Hl. Anna mit ihrem Grosskind Jesus auf dem Arm und der schützenden Hand über ihrer Tochter Maria, der sehr jungen Mutter Jesu (Altarbild in der St. Anna-Kapelle Ebikon)

 

Im Heiligenkalender unserer Kirche erwartet uns morgen Montag, 26. Juli, der Gedenktag der Heiligen Joachim und Anna. Nach der Überlieferung waren sie die Eltern Marias. Auf dem Altarbild der St. Anna-Kapelle in Ebikon (nahe der Ladengasse) fehlt aber der Hl. Joachim, dafür sind Maria und das Jesuskind dabei. Das Bildmotiv dieser Generationen-Dreiergruppe ist seit dem Mittelalter bekannt unter dem speziellen Namen «Sankt Anna selbdritt» (d. h. zu dritt).

In den Evangelien kommen Anna und Joachim nicht vor. Aber in ausserbiblischen Überlieferungen sind die Namen schon im 3. Jahrhundert bekannt und finden im Mittelalter Eingang in den Heiligenkalender der katholischen Kirche.

Papst Franziskus – er wird im Dezember 85 Jahre alt – macht 2021 aus dem Gedenktag der Heiligen Joachim und Anna erstmals den katholischen «Welttag der Grosseltern und älteren Menschen». Dieser Welttag soll jeweils am vierten Sonntag im Juli begangen werden. Die schwierige Situation der Grosseltern und älteren Menschen in der Corona-Pandemie war ein Grund, warum der Papst diesen Welttag ins Leben gerufen hat. Vor allem aber soll damit die generationenverbindende Rolle der Grosseltern in der Weitergabe des Glaubens gewürdigt werden. Das alte Andachtsbild mit der Hl. Anna als Grossmutter, Maria als Mutter und Jesus als Kind erlebt damit ein «aggiornamento» – eine Aktualisierung in unsere Zeit hinein.

Beat Jung (Foto: Marcel Bucher)

 

Auf- und Untergänge

Auf- und Untergänge

Ich bin gerne aktiv in der Natur unterwegs. Wenn ein neuer Tag sich ankündigt, ist es spannend, zu sehen, wie die Sonne langsam aufgeht. Jetzt im Sommer muss für dieses Phänomen sehr früh aufgestanden werden. So ist es im Moment erholsamer, den Feierabend mit den langen Abenden und dem späten Sonnenuntergang draussen zu geniessen.
Am schönsten ist für mich dieses Naturschauspiel, wenn es Wolken hat. Denn dann ist das Farbenschauspiel um ein vielfältiges schöner.
Hand aufs Herz: Ist es nicht auch im Leben so, dass die schwierigen Stunden uns prägen und formen und unser Leben schön und spannend machen?

Søren Kierkegaard (dänischer Philosoph, Theologe und religiöser Schriftsteller) schreibt:

«Man kann das Leben nur rückwärts verstehen,
aber leben muss man es vorwärts».

So oder so wünsche ich Ihnen in diesen Sommerwochen, viele tolle Stunden in der Natur mit schönen Sonnenauf- und -untergängen.

Text und Foto: Nicole Sigrist

Sommerzeit ist Lagerzeit

Sommerzeit ist Lagerzeit

Als Meitschi freute ich mich immer am meisten auf die ersten zwei Sommerferienwochen. Denn dann ging es ins Blauringsommerlager. Unbeschwerte Zeiten ohne Eltern und Erwachsene. Es galten andere Regeln. Gemeinsam die Natur entdecken, Volkstänze tanzen und singen am Lagerfeuer und ganz viel Spass und „zämme-sii“.

Es kam für mich immer dem spannenden und freudigen Leben von Pippi Langstrumpf nahe.

Denn in ihrem Lied singt sie:

Ich mach’ mir die Welt
widdewidde wie sie mir gefällt

Die Blauring- und Jungwacht-Scharen aus Äbike und Bueri verbringen die zwei ersten Sommerferienwochen (11.–24. Juli 2021) im Kantonslager rund um Rotkreuz.

Ihnen allen, die zu Hause bleiben, wünsche ich unbeschwerte Momente und Tage, wo Sie die Welt so machen wie Sie Ihnen gefällt. Viel Spass!

Nicole Sigrist (Foto: Blauring Äbike)

Wünsche – anders

Wünsche – anders

Diese Tage sind gefüllt mit Wünschen: Wünsche für die Ferien. Manchmal erkundigen wir uns nach den Ferienzielen, nach Ferienvorhaben. Oft spüren wir die Vorfreude des andern; die Ungeduld, dass es endlich soweit ist. Mir sind heute Gedanken aus einem Buch von Andrea Schwarz „entgegen geflogen“, die mir zu Herzen gegangen sind:

Gott ist ganz anders
lass dich überraschen
aber er sucht dich
wenn du dich finden lässt
er findet dich
wenn du ihn suchst
(aus: „Du Gott des Weges segne uns“ von Andrea Schwarz)

In diesem Sinne möge Sie dieser etwas andere Wunsch in Ihren Ferien begleiten – oder gar eintreffen.

Pia Pfister

Steige himmelwärts

Steige himmelwärts

Steige himmelwärts, wenn du den Boden unter deinen Füssen verlierst

Vor kurzem verspürte ich das grosse Bedürfnis, wieder einmal in die Höhe zu gehen. Sozusagen die Welt von oben zu betrachten. Ich bin mit der Luftseilbahn hinaufgefahren, auf rund 1000 Meter. Schon beim Aussteigen aus der Gondel fällt auf: es riecht so ganz anders als unten im Tal, frisch und wohltuend. Der sonnige Tag, die Aus- und Weitsicht lassen mich durchatmen. Das Sein in der alten Wallfahrtskirche schenkt mir innere Ruhe. An den Wänden der Kirche hängen unzählige Votivtafeln, auch aus jüngerer Zeit. Verschiedenste Menschen haben sie aus Dankbarkeit anbringen lassen, weil sie Hilfe, Kraft und neue Hoffnung erfahren durften. Die Tafeln erzählen von Lebensgeschichten, Schicksalen, Nöten, Freuden. Und ich fühle mich hineingenommen ins Ganze, ins Göttliche, getragen und beschützt. Als ich im Restaurant nebenan zudem bedient wurde, als wäre ich die Königin von Saba, erfüllte mich tiefe Dankbarkeit: wunderbar, dass es solche Kraftorte gibt, die ich aufsuchen kann. Ich wünsche Ihnen für die kommenden Sommerwochen solch bereichernde Stunden und glückliche Begegnungen.

Pia Pfister (Foto: pixabay.com)

Von der Wasserschale lernen

Von der Wasserschale lernen

Bernhard von Clairvaux, Gründer des Zisterzienserordens, rief im 12. Jahrhundert unzählige Tochterklöster seiner Abtei Clairvaux ins Leben.

Auf der Bildungsreise, die ich als Gemeindeleiterin in Kriens organisierte, besuchten wir auch die ab 1147 errichtete ehemalige Zisterzienserabtei Kloster Maulbronn. Das Kloster gilt als die am vollständigsten erhaltene Klosteranlage des Mittelalters in Europa und wurde 1993 in die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO aufgenommen. Bei der Führung durch die Anlage entdeckten wir das Alltagsleben der Zisterziensermönche im Mittelalter. Zwei Dinge haben den Zisterziensern auf Dauer, unabhängig von ihrem Abt Bernhard von Clairvaux, Anerkennung und Bewunderung eingebracht: ihre technischen Meisterleistungen und ihr architektonischer Stil.

Hygienische Standards und liturgische Reinheit gingen bei den Zisterziensern Hand in Hand. Wasser spielte darum immer eine wichtige Rolle im Wirtschaftsleben des Klosterbetriebs. Die Wasserkraft war eine wichtige Energiequelle. Vielleicht sprach Bernhard von Clairvaux gerade deshalb dem lebensspendenden Nass eine spirituelle Bedeutung zu. Hier von ihm einen Text zur Meditation:

Wenn du vernünftig bist, erweise dich als Schale und nicht als Kanal, der fast gleichzeitig empfängt und weitergibt, während jene wartet, bis sie erfüllt ist. Auf diese Weise gibt sie das, was bei ihr überfließt, ohne eigenen Schaden weiter …
Lerne auch du, nur aus der Fülle auszugießen und habe nicht den Wunsch freigiebiger zu sein als Gott. Die Schale ahmt die Quelle nach. Erst wenn sie mit Wasser gesättigt ist, strömt sie zum Fluss, wird zur See. Die Schale schämt sich nicht, nicht überströmender zu sein als die Quelle …
Ich möchte nicht reich werden, wenn du dabei leer wirst. Wenn du nämlich mit dir selbst schlecht umgehst, wem bist du dann gut? Wenn du kannst, hilf mir aus deiner Fülle, wenn nicht, schone dich.
Bernhard von Clairvaux (1090-1153)

Regina Osterwalder (Foto: pixabay.com)

Summertime

Summertime

Die einen sitzen aufs Velo, die anderen gehen wandern, die Dritten sitzen in einem Gartenrestaurant und geniessen ein Café-Glace und andere vergnügen sich im oder am Wasser. Das ist Summertime. Und in einer Woche beginnen die Schulferien. Ich mag es, im See schwimmen zu gehen. Lieber noch am Meer, wenn das möglich ist.

Im Sommer, wenn die Hitze arg wird, dann kann das Wasser schon mal knapp werden. Und wir alle wissen es, Wasser ist ein kostbares Gut. In manchen Gegenden und Ländern kann es sein, dass es ein ganzes Jahr kaum oder nie regnet. Und dann werden wir ja immer wieder darauf aufmerksam gemacht, wie die Meere verschmutzt sind. Vor ein paar Tagen hörte in im Radio, dass das vor der Nordostküste Australiens liegende «Great Barrier Reef», Nationalpark und Weltnaturerbe und das grösste Unterwasserparadies der Welt, in seinem südlichen Teil bedroht ist. Solche Meldungen beschäftigen nicht nur mich, sondern immer mehr Menschen.

Das Element Wasser ist mal Meer, dann See oder Fluss, einmal Wolke, Regen oder Tau. Das Wasser geht in unterschiedlichen Gestalten einher. Wasser fliesst, es trägt, es reinigt. Wasser erfrischt und erneuert alles Leben. Wasser ist eine der mächtigsten Naturgewalten und hat enorme Zerstörungskraft. Oft wird das Wasser als Urbild alles Lebendigen angesehen. Von Thales von Milet (Naturphilosoph, Geometer und Astronom) ist überliefert, er habe gesagt, das Wasser sei Prinzip und Quelle aller Dinge. Und in einer indianischen Weisheit werden wir aufgerufen, zum Wasser Sorge zu tragen.

Wer Wasser zerstört, zerstört Leben
Es ist eines der Gesetze der Natur,
dass man alles rein halten muss.
Besonders das Wasser. Das Wasser rein zu halten, ist eines der
ersten Gesetze des Lebens. Wer Wasser zerstört, zerstört Leben.
Indianische Weisheit

Regina Osterwalder (Foto: pixabay.com)

Alle Jahre wieder – Geburtstag    

Alle Jahre wieder – Geburtstag    

Geburtstag – ein Tag, wie jeder andere auch – und doch, was wäre unser Leben ohne die besonderen Tage – eigentlich hat jeder Tag besondere Momente – das Erwachen am Morgen, Rituale und viele Begegnungen und dabei Augenblicke, die uns in Erinnerung bleiben, wie ein Lächeln, ein Zublinzeln, eine Winken oder bewusste Momente des Innehaltens, um dem Tag besondere Momente dazu zu geben.

Tage

Tage, wenn sie scheinbar uns entgleiten,
gleiten leise doch in uns hinein,
aber wir verwandeln alle Zeiten;
denn wir sehnen uns zu sein …

Rainer Maria Rilke

Nutzen wir den heutigen Tag und erleben hoffentlich viele bewusste Momente, die den Tag besonders werden lassen!

Felix Bütler-Staubli (Foto: pixabay.com)

 

Lange sonnenreiche Tage

Lange sonnenreiche Tage

In der Sommerzeit ist in unserer Gegend der Kirchturm von Rain ein Reverenz-Punkt. Wenn die Sonne rechts oder nördlich des Kirchturms untergeht, sind die Tage lang und die Sonne zieht ihre lange Bahn am Himmel.

Ich frage mich, sind es nur die Sonnenstunden oder liegt es ganz einfach an der „helleren“ Jahreszeit, die den Tag lange erscheinen lässt? Oder kommen mir die Tage lange vor, wenn ich: Einiges erlebt habe, viele Pendenzen erledigen konnte, intensive Begegnungen erleben durfte, schöne Dinge wahrnahm, sinnvolle Aufgaben machen konnte, Zeit für meine Hobbys hatte, mir glückliche Momente geschenkt wurden, interessante Menschen getroffen – neue Möglichkeiten – Glücksmomente – Zweisamkeit – geschenkte Augenblicke – Achtsamkeit – einfach sein …

Ich hoffe, dass es uns gelingt auch mal wieder einfach zu sein und das Leben zu genießen, auch wenn die Tage langsam schon wieder etwas kürzer werden!

Felix Bütler-Staubli (Foto: Sicht vom Pfarrhaus Buchrain, Felix Bütler-Staubli)

Veränderung

Veränderung

Wir waren vergangenen Sonntag mit Schülern und Schülerinnen der 6. Klasse unterwegs im Flüeli-Ranft beim Bruder Klaus. Es war unser letztes Treffen mit den 6.-Klässlerinnen und 6.-Klässlern. Es war auch das letzte Mal, dass sich die Gruppe in dieser Zusammensetzung gesehen hat. Und in weniger als drei Wochen werden die 6. Klassen das letzte Mal überhaupt zusammenkommen. Es fängt ab dem neuen Schuljahr eine neue Zeit für die 11- und 12-Jährigen an. Manche gehen auf die Kanti, die meisten in die SEK, fast alle in neue Schulhäuser, mit neuen Schulgspänli und Lehrpersonen.

Die Anforderungen werden grösser, der Druck wächst, steht doch bereits ein Jahr später die Berufswahl vor der Tür.

Viel Neues, viel Ungewisses, da geht jeder Schüler und jede Schülerin ganz unterschiedlich damit um: die einen freuen sich, die anderen haben Bedenken, die einen sind froh, dass sich alles ändert, die anderen wünschen sich, dass alles so bleibt wie es ist.

Wir haben zurückgeschaut auf die Primarzeit, haben aber den Blick auch in die Zeit nach den Sommerferien gewagt. Loslassen von Altem und Bekannten, sich einlassen auf das Neue, das Ungewisse. Vielen tut es gut, dass ihnen in einem solchen Moment der Veränderung Mut zugesprochen wird. Es tut ihnen gut, wenn sie merken, dass es vielen “mulmig” ist, dass sie nicht alleine sind.

Wie ist es bei Ihnen? Liegt eine Veränderung vor Ihnen? Schauen Sie in einem solchen Moment eher wehmütig zurück oder freudig nach vorne? Wer spricht Ihnen Mut zu, wenn Sie es brauchen?

Wir wünschen Ihnen Menschen, die Sie dann stärken und denen Sie sich anvertrauen können. Und das Gefühl, dass bei jeder Veränderung immer einer mitgeht.

Text und Foto: Johannes Frank

Vertrauen

Vertrauen

Das heutige Mut-Wort: ein Mut-Video, hier zu sehen: https://youtu.be/ZkVDO1pCilU

Der Evangeliumstext zum heutigen Sonntag:

Im Sturm auf die Probe gestellt: Mk 4,35-41
Am Abend jenes Tages sagte Jesus zu seinen Jüngern: “Kommt, wir fahren zum anderen Ufer hinüber!”
Die Jünger verabschiedeten die Leute; dann stiegen sie ins Boot, in dem Jesus noch sass, und fuhren los. Auch andere Boote fuhren mit.
Da kam ein schwerer Sturm auf, sodass die Wellen ins Boot schlugen. Das Boot füllte sich schon mit Wasser,
Jesus aber lag hinten im Boot auf dem Sitzkissen und schlief. Die Jünger weckten ihn und riefen: “Lehrer, kümmert es dich nicht, dass wir untergehen?”
Jesus stand auf, sprach ein Machtwort zu dem Sturm und befahl dem tobenden See: “Schweig! Sei still!” Da legte sich der Wind und es wurde ganz still.
“Warum habt ihr solche Angst?”, fragte Jesus. “Habt ihr denn immer noch kein Vertrauen?”
Da befiel sie große Furcht und sie fragten sich: “Wer ist das nur, dass ihm sogar Wind und Wellen gehorchen!”

Johannes Frank (Bild-Ausschnitt: Wolfgang Sauber – Own work, CC BY-SA 4.0, Link zur Lizenz

Grüss Gott

Grüss Gott

Kürzlich sprach ich mit Erwachsenen über Jugendliche und deren Verhalten in der heutigen Zeit. Schnell waren wir uns einig, dass in vielen Bereich der Respekt fehlt. Respekt gegenüber der Natur, den Mitmenschen und sich selber. – Aber auch, und das sollte für uns wegweisend sein, an positiven Vorbildern und positiven Worten.
Das beginnt bei der Begegnung und dem «Grüssen». Jugendliche und Kinder grüssen kaum noch. Alles wird anonymer, besonders seit Beginn der Pandemie. Müssen wir das einfach hinnehmen und tatenlos akzeptieren?
Ich finde wir sollten dagegenhalten und etwas tun. Vielleicht wie im folgenden Beispiel. Ein kleiner Schritt, aber ein Schritt!
Kürzlich kam mir ein Zweitklässler entgegen und grüsste mich besonders freundlich. Ebenso freundlich erwiderte den Gruss und machte ihn darauf aufmerksam, dass mich sein freundlicher Gruss echt freut.
Seine leuchtenden Augen bestätigten mir, dass ich mit meiner Rückmeldung etwas Gutes getan und diesen Jungen bestimmt ermutigt habe, weiterhin freundlich zu grüssen. Das allein verändert die Welt nicht wesentlich, aber es verbessert sie trotzdem im Kleinen.
Sollten Sie dem Jungen begegnen bitte ich Sie, auch ihm seinen freundlichen Gruss zu erwidern. Sollte es ein anderer junger Mensch sein ist das auch gut …

Text und Illustration: Pietsch Dubach

Honig uf der «Zmorgeschnitte»

Honig uf der «Zmorgeschnitte»

Kennen Sie das? Ein feines Brot, frische Butter und darauf eine Portion Honig. Mir läuft schon beim Gedanken das Wasser im Munde zusammen.
Ob der Autor des Sprüchebuches in der Bibel bei Kapitel 16 Vers 24 den Honig auch schon kannte? Dort steht geschrieben:

Ein freundliches Wort ist wie Honig:
angenehm im Geschmack und gesund für den Körper.

Braucht es bei dieser Aussage noch Ergänzungen? Ich finde nicht und wünsche Ihnen, dass Sie sich selber ein Honigbrot, und jenen Menschen, die Ihnen heute begegnen, ein «Honig-Wort» gönnen.
Also, auf in den geschmackvollen und gesunden Tag …

Text und Foto: Pietsch Dubach

 

 

Du und ich werden erwartet

Du und ich werden erwartet

Briefe:
Manchmal
sehnsüchtig erwartete
Lebenszeichen
eines lieben Menschen.

Christen:
Immer wieder
sehnsüchtig erwartete
Lebenszeichen
unseres liebenden Gottes.

Gisela Baltes

Ausgesucht von Andres Lienhard (Foto: pixabay.com)

Kennen Sie die beiden?

Kennen Sie die beiden?

Peter Füglistaler, Direktor unseres Bundesamtes für Verkehr, sagte im Zusammenhang mit Schwierigkeiten in seiner Arbeit in einem Vortrag: «Wir haben zwei wichtige Mitarbeiter: Jemand und Niemand. Jemand baut Mist. Und Niemand ist schuld.»

Jemand und Niemand.

Bauern beklagen sich mit Schildern regelmässig über den Abfall auf ihren Feldern entlang der Hauptstrassen.
Da kommen mir Jemand und Niemand in den Sinn. Jemand tut es, sogar viele, immer wieder. Aber niemand will es gewesen sein.

Auch in Schulklassen und an Arbeitsplätzen sind die beiden anzutreffen. Und wenn ich mit Müttern und Vätern spreche, kennen Sie diesen Jemand und den Niemand in ihren Familien ebenfalls. «Wer hat schon wieder …?» Immer wieder mal: Stille.

Jemand und Niemand.

Der Jemand sind wir alle. Und der Niemand?

Andres Lienhard (Foto: pixabay.com)

Halt an!

Halt an!


Halt an.

Ich eile zum nächsten Termin, als mir auf einmal auffällt, dass kein anderer Mensch auf der Strasse so schnell geht wie ich. Wieso spule ich meinen Weg in einem solchen Tempo ab? Was gewinne ich dabei? Bin ich wirklich so viel schneller am Ziel, wenn ich auf diese Weise von einem Ort zum anderen renne? Ich verlangsame ganz bewusst meinen Schritt, achte auf meinen Körper und nehme einen wohltuenden Unterschied wahr. In den folgenden Tagen erwische ich mich immer wieder dabei, dass ich in den schnelleren Schritt fallen möchte. Ich wehre mich dagegen. Ein Wort von Angelus Silesius, einem spirituellen Lehrer aus dem 17. Jahrhundert, hilft mir dabei:

Halt an, wo läufst du hin.
Der Himmel ist in dir.
Suchst du Gott anderswo,
du fehlst ihn für und für.

Wenn ich nun zu einer Ampel komme, die gerade auf Rot wechselt, oder beim Warten an der Kasse in der längeren Schlange stehe, dann wiederhole ich in meinem Herzen diese Worte und versuche diese ruhigen Momente als Geschenk anzunehmen. Und tatsächlich, etwas Himmel zeigt sich dabei schon.

Text und Foto: Lukas Briellmann

 

Gut sein

Gut sein


Gute Taten: die Pfadileiter*innen investieren unzählige Stunden in die Freizeitgestaltung der Kinder. Hier: Aufbruch ins Pfingstlager 2021. (Foto Lukas Briellmann)

 

Die wenigsten wachen am Morgen auf und sagen zu sich: «Heute will ich böse sein, und niemand soll mich daran hindern.» Das sagt der Philosoph und überzeugte Atheist Alain de Botton in einem Interview, das ich kürzlich gesehen habe. Wir alle wollen irgendwie gut sein, oder zumindest gut ankommen. Aber dann läuft der Tag ab ohne zu fragen, ob ich noch Tritt halten kann. Da kommen unerwartete Aufgaben auf mich zu, mein Gegenüber schaut eher säuerlich in die Runde, der Bus fährt mir vor der Nase ab und zu guter Letzt ist das Wetter auch nicht so, wie ich es mir wünsche. Und als Folge geht mein Ideal, gut zu sein, im Stress unter. Eine der grossen Vorzüge der Religionen sei, so sagt Alain de Botton, dass sie uns immer wieder daran erinnern, gut zu sein. Die Pfadfinder sprechen von der täglichen guten Tat. Das klingt nun vielleicht etwas altertümlich, aber im Grunde genommen ist es das, was unser menschliches Wesen ausmacht und uns Gott täglich zutraut: gut zu sein. Das macht zufrieden und glücklich und gibt meinem Leben einen Sinn. Heute schon probiert?

Lukas Briellmann

 

Ziel einer jeden Kommunikation

Ziel einer jeden Kommunikation

Drei Tage nach Pfingsten nochmals über dieses Fest etwas zu schreiben, liegt auf der Hand. Man könnte auch sagen, dass es an Pfingsten auch um die Kommunikation geht. Heisst es doch in der Apostelgeschichte zum Pfingsttag «… Als der Tag des Pfingstfestes gekommen war, waren alle zusammen am selben Ort… Und alle wurden vom Heiligen Geist erfüllt und begannen, in anderen Sprachen zu reden, wie es der Geist ihnen eingab» (Apg 2,1.4). Pfingsten – das grosse Fest der Verständigung. Jede*r kommuniziert in seiner und ihrer Sprache und Männer und Frauen verstehen sich trotzdem.

Wir alle wissen und kennen das aus eigener Erfahrung – Kommunikation ist nicht einfach. Immer wieder gibt es Missverständnisse und jede*r fühlt sich immer wieder nicht verstanden. Wir leben in einer «digitalen Ära». Wir können mit Freund*innen und der Familie vernetzt sein und uns täglich austauschen, auch wenn wir Hunderte von Kilometer voneinander entfernt sind. Der Bereich Kommunikation hat mich immer schon fasziniert. Zurzeit lese ich gerade ein Buch mit dem Titel «Kommunikation für die digitale Ära». Obwohl wir durch die sozialen Netzwerke mehr verbunden sind als jemals zuvor, nehme die Einsamkeit zu. Und so wird unter anderem empfohlen, tiefgreifende Kommunikation nach wie vor mündlich mit einem Gegenüber zu führen und dabei das Smartphone in der Tasche zu behalten. Nur so sei wirkliche Verbundenheit zu spüren. Wir Menschen stehen nicht erst seit heute durch die Digitalisierung vor grossen Herausforderungen. Es gelte, sich diesen Herausforderungen einer neuen Art von Kommunikation zu stellen. Das Fazit am Schluss: Denn eines sollte Kommunikation immer bleiben – empathisch. Und das nicht nur im privaten, sondern auch im beruflichen Kontext.

Regina Osterwalder (Foto: pixabay.com)

Pfingsten mit der dynamischen Geistkraft

Pfingsten mit der dynamischen Geistkraft

Schon seit längerer Zeit suchen Christ*innen nach neuen Gottesbildern. Gott als Richter, als Hirte, als König, als Herr – in diesen Vorstellungen finden sie sich nicht mehr und diese männlichen Bilder sind ihnen zu einseitig. Untersuchungen von biblischen Texten und Bildern haben zu diesem Thema in den letzten Jahrzehnten einiges zu Tage gefördert. Zum einen ist es die Feststellung, dass in der alttestamentlichen Rede vom Gottesgeist das hebräische Wort ruach für Geist ein Femininum ist, also weiblich. In der griechischen Bibel wird die hebräische ruach zum neutralen pneuma, in der lateinischen zum männlichen spiritus. In dieser ruach finden einige Menschen die im Hauptstrom der Christentumsgeschichte verdrängte weibliche Seite Gottes. Dabei erfinden sie auch neue und für sie stimmige Bilder für Gott und berufen sich auf die dynamische ruach, diese turbulente Geistkraft, die inspiriert und weht wo sie will. Und es macht den Betenden auch nichts aus, wenn solche Bilder nicht mehr in die herkömmlichen Schubladen passen. Auch die Trinitätsdarstellung aus Urschalling am Chiemsee aus dem 14. Jahrhundert wird dahin interpretiert, dass die Gestalt in der Mitte eben eine Frau sei und hier die weibliche Seite von Gott dargestellt werde. Auch wenn gerade in der kunstgeschichtlichen Forschung nicht alle diese Meinung teilen, so belebt dieses Dreifaltigkeitsfresko zumindest die Diskussion um die Suche nach weiblichen Gottesbildern. Und das passt doch zu Pfingsten, denn an Pfingsten weht uns die dynamische Geistkraft um die Nase. Nicht still und heimlich säuselt sie an Pfingsten durch die Kirchenbänke, sondern kraftvoll, dynamisch, inspirierend, fröhlich und sicher nicht harmlos.

Regina Osterwalder (Foto: wikipedia, Dreifaltigkeitsfresko Urschalling)

 

Zangengeburt

Zangengeburt

Ich habe mir das Hirn zermartert, aber es kam einfach keine Inspiration für dieses Mut-Wort. Zuerst habe ich versucht, alles Mögliche durchzuspielen und bin jedes Mal wieder in einer Sackgasse gelandet. Irgendwann habe ich es sogar mit Googeln versucht. Zum Schluss sass ich nur noch da. Im Hintergrund lief Musik, um mich herum mein übliches Chaos auf dem Schreibtisch, draussen graues Regenwetter, hin und wieder das Geräusch eines vorbeifahrenden Autos. Und plötzlich kam die Ruhe. Deshalb mein Mut-Wort für heute: einfach mal wieder einen Moment stillsitzen und nichts tun. Tut manchmal ganz gut, selbst dann, wenn es unfreiwillig passiert.

Text und Foto: Christa Grünenfelder

Bildertausch

Bildertausch

In einer der Freiwilligengruppen, die ich als Heimseelsorgerin begleiten darf, hatten wir folgende Idee: Weil wir zu viele waren, um uns treffen zu können, haben wir im Februar einen Kettenbrief lanciert. Ich habe einen Briefumschlag mit einer Adressliste, 17 Briefmarken und 17 unbeschriebenen Karten losgeschickt. Drei Monate später war der Umschlag zurück in meinem Fächli. Jede Karte war von einem Gruppenmitglied beschrieben und gestaltet worden. Bald werden sie nun alle ein vollständiges Kartenset mit allen 17 Grussbotschaften im Briefkasten finden.

Die Idee dahinter war, dass so in begrenzter Form ein Austausch unter den Gruppenmitgliedern möglich wurde und nicht immer nur sie von mir Infos zur aktuellen Situation erhalten. Das Ergebnis war für mich überwältigend.

Deshalb dachte ich, ich könnte in einem Mut-Wort mal Austausch über Gruppen- und Pfarreigrenzen hinweg anregen. Deshalb meine Frage: Wer hätte Lust auf einen kleinen Bildertausch? Ich habe zwar schon immer gerne fotografiert, aber in den letzten Monaten hatte ich mehr Zeit, um Details bewusster wahrzunehmen und nach Lust und Laune auch festzuhalten. Die kleine gesprayte Giraffe im Bild habe ich am Luzerner Bundesplatz entdeckt und freue mich seither jedes Mal, wenn ich an ihr vorbeikomme. Welche Schnappschüsse habt ihr in letzter Zeit geknipst? Schickt mir bis zum 23. Mai euer Bild mit einem kurzen Kommentar, wo es entstanden ist und mit eurem Namen (plus wenn ihr mögt, eure Pfarreizugehörigkeit): christa.gruenenfelder@kathrontal.ch oder Pfarrei St. Maria Ebikon, Christa Grünenfelder, Dorfstrasse 11, 6030 Ebikon.

Diejenigen, die ein Bild einschicken, kriegen nach Ablauf der Frist auch alle anderen eingeschickten Bilder zugestellt. Dies bedeutet auch, dass alle Einsender*innen damit einverstanden sind, dass ihr Bild zu diesem Zweck verwendet wird.

Text und Foto: Christa Grünenfelder

«Christi Himmelfahrt – z’Himmel fahre»

«Christi Himmelfahrt – z’Himmel fahre»

Morgen Donnerstag feiern wir das Fest «Christi Himmelfahrt». Der Evangelist Lukas berichtet vom auferstandenen Jesus: «Und es geschah, während er sie segnete, verliess er sie und wurde zum Himmel emporgehoben.» (Lk 24,51)

«Vor Corona» fanden an den Tagen vor «Himmelfahrt» vielerorts am frühen Morgen Bitt- und Flurprozessionen statt. Und am Festtag selber grosse Auffahrtsumritte zu Pferd. In Beromünster (Bild) ist die Tradition seit dem 16. Jahrhundert belegt. Im Seetaler Bauerndorf Urswil, wo ich aufgewachsen bin, fand die Flurprozession am Auffahrts-Nachmittag statt. 1980 war mein Vater wie gewohnt bei der Prozession dabei. Plötzlich machte er – so wurde mir erzählt (ich war Vikar in Bern) – ein paar Schritte zur Seite und fiel ins Gras. Mit dem Rosenkranz in der Hand ist er dort gestorben, im Alter von 73 Jahren. Unser kleiner Bauernhof war bereits aufgelöst und die Kühe verkauft. Mein Vater hatte immer um eine gute Sterbestunde gebetet.

Für Verstorbene wird in der Dorfkapelle jeweils ein Rosenkranz gebetet. Es hat mich tief berührt und durchgeschüttelt, als der Vorbeter sagte: Wir fahren da weiter, wo der «Wisu (Alois) z’Himmel gfahre ist» und beten den glorreichen Rosenkranz: «Jesus, der von den Toten auferstanden … der in den Himmel aufgefahren ist.»

Beat Jung (Foto: auffahrtsumritt.ch)

 

 

Muttertag – Namenstag

Muttertag – Namenstag

Heute ist «Muttertag». Und gleichzeitig der Gedenktag des Heiligen «Beatus». Er ist mein Namenspatron. Das Verbindende von beidem ist für mich: Dass höchst wahrscheinlich meine Mutter den Impuls gegeben hat, dass ich heute den Vornamen «Beat» trage!

Und ich bin, wie es der lateinische Name sagt, «glücklich» damit! In der Gymnasial- und Studentenzeit wurde ich oft begrüsst mit dem Zitat aus Eichendorff’s «Wanderlied der Prager Studenten»: «Beatus ille homo qui sedet in sua domo …» – «Glücklich der Mensch, der in seinem Hause sitzt …» Später hörte ich in Pfarrhäusern häufig den Vers aus Psalm 112: «Beatus vir qui timet Dominum» – «Selig der Mann, der den Herrn fürchtet und ehrt». In Luzern bin ich Paolo Brenni begegnet, der im Rex-Verlag das Jugendbuch publiziert hat: «Beat und der Drache – und andere Legenden», hervorragend illustriert von Paul Nussbaumer. Erst nach der Zeit im Priesterseminar St. Beat habe ich realisiert, dass der Hl. Beat ja mehrfach in der Hofkirche präsent ist: Über dem Hauptportal, auf drei Seitenaltären und im Chorgestühl.

Beim Brand der Luzerner Kapellbrücke 1993 ist das Giebelbild Nr. 15 verbrannt. Auf dem Weg zur Theologischen Fakultät habe ich oft einen Blick darauf geworfen. Es zeigte Beat mit dem Drachen. Als Bildkommentar war zu lesen: «St. Beat …  wird des Lands Apostel g’nandt, von St. Peter selbst gesandt.»

Mit der Botschaft des Evangeliums hat der «Schweizer Apostel» Beat den Drachen (das «Böse») aus den «St. Beatushöhlen» am Thunersee vertrieben. Und die Menschen von Angst und Unbill erlöst.

An was erinnert dich der Muttertag?

Beat Jung (Foto: Thomas Lang)

Zehn Schritte zu mehr Geschwisterlichkeit

Zehn Schritte zu mehr Geschwisterlichkeit


Illustration © 2021 Katholische Kirche im Kanton Luzern

Die katholische Landeskirche Luzern schlägt „Zehn Schritte zu einer geschwisterlichen Kirche von Frauen und Männern“ vor. Die von einer Arbeitsgruppe erarbeiteten Schritte sollen zu einer Kirche führen, die „Gleichberechtigung im Sinne des Reiches Gottes“ konsequent umsetzt. Mehr dazu lesen Sie im Juni-Pfarreiblatt und auf → www.geschwisterliche-kirche.ch.

 

 

Ja zur Gabe Gottes

Ja zur Gabe Gottes

Heute Abend findet in der Pfarrei Buchrain-Perlen der Info-Abend zum nächsten Firmweg statt. Wir informieren die jungen Erwachsenen über die Möglichkeit, das Firmsakrament zu empfangen. Die angehenden Firmand*innen sind in Gruppen auf dem Firmweg, um sich mit ihrem Glauben auseinanderzusetzen.

Ich frage mich – würde ich mich – würden Sie sich für die Firmung anmelden?

Beim Firmakt sage ich meinen Namen und empfange das Firmsakrament. „Felix, sei besiegelt mit der Gabe Gottes, den Heiligen Geist.“ – „Amen“.
Die Zuwendung Gottes im Taufzuspruch wird im Firmzuspruch lebenslang erneuert und bestärkt.

Wie und wo lasse ich die Heilige Geistkraft in mir, durch mich wirken – dankbar aufleuchten auch in meinem Alltag?

Felix Bütler-Staubli (Foto: Kreuzzeichen auf der Stirn, Marcel Bucher)

Kirchensteuern sei Dank!

Kirchensteuern sei Dank!

Wissen Sie, was Sie mit Ihrer Kirchensteuer ermöglichen … und dass weit mehr als 90 % der von Ihnen bezahlten Kirchensteuer «in Ihrer Gemeinde» bleibt, um hier vieles zu bewirken?

Auf → www.kirchensteuern-sei-dank.ch entdecken Sie gleich selbst, wo Ihr Geld hinfliesst.

In den Pfarreiblattausgaben von Mai und Juni finden Sie zusätzliche Informationen und zeitgleich auch auf unserer Website.

Wertschätzende Pastoral – uns ein Herzensanliegen

Wertschätzende Pastoral – uns ein Herzensanliegen

Zu einer wertschätzenden Seelsorge gehört auch das Segnen von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Trans*personen und Intersexuellen (LSBTI). Die Kongregation für die Glaubenslehre hat verkündet, dass es nicht möglich ist, homosexuelle Partnerschaften zu segnen. Diese Mitteilung stösst auf Kritik und verletzt homosexuelle und lesbische Menschen. Unser Bischof Felix Gmür hat auf diese Nachricht auf Twitter reagiert: «Das vatikanische Segnungsverbot für homosexuelle Paare entspricht der traditionellen Lehre. Theologie und Seelsorge müssen sich jedoch auch in diesem Bereich weiterentwickeln. Dazu dient unsere Regenbogenpastoral.»

In einem Schreiben an die Seelsorger*innen teilt Bischof Felix Gmür mit, dass kein Mensch vom Segen Gottes ausgeschlossen sei. Er unterstützt eine wertschätzende Pastoral gegenüber lesbischen und schwulen Menschen, für die wir auch im Pastoralraum Rontal einstehen. Seit Jahren schon gibt es in unserem Bistum Basel die → «Regenbogenpastoral» in Anerkennung der verschiedenen Lebensentwürfe und vielfältigen Liebesgemeinschaften, die Menschen wählen. Wir vertreten die Ansicht, dass nicht die sexuelle Orientierung, sondern die gegenseitige Liebe das Zentrale ist, das Menschen miteinander verbindet. Es ist diese Liebe, die Gott segnet, und die Sexualität ist das Geschenk, das Gott uns dabei gibt. Und so sind bei uns alle Menschen willkommen, ihre Liebe unter den Segen Gottes zu stellen.

Beat Jung, Leitender Priester
Regina Osterwalder, Pastoralraumleiterin und Gemeindeleiterin Ebikon
Lukas Briellmann, Gemeindeleiter Root
Felix Bütler-Staubli, Gemeindeleiter Buchrain-Perlen

Pfarreiblatt August

Pfarreiblatt August

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Leitartikel: Das Kreuz in der Flagge

Es gibt Zeichen und Symbole, die sind allgegenwärtig. Zeichen und Symbole helfen bei der Orientierung. Ohne sie ist der Strassenverkehr undenkbar. Die Technik ebenso. Auch in den Beziehungen gibt es sie – denken wir an Ringe, Blumen, kleine Aufmerksamkeiten.

Ein Zeichen ist auch unsere Schweizer Flagge. Das weisse Kreuz auf rotem Grund. Das Symbol geht auf die Schlacht bei Laupen im Kanton Bern im Jahr 1339 zurück. Schweizer Soldaten nähten es auf ihr Hemd, um sich gegenseitig zu erkennen. Zum offiziellen Zeichen unseres Landes wurde es im Jahr 1848.

Dabei darf unsere Flagge nicht irgendwie aussehen. Alles ist genau festgelegt. Ihr Rot ist die Pantone-Farbe 485C. Die Arme des Kreuzes sind exakt um einen Sechstel länger als breit. Und neben derjenigen des Vatikans ist die Schweizer Flagge weltweit die einzige in quadratischer Form.

Alltägliches wird mit der Zeit kaum mehr beachtet. Der Inhalt wird nicht mehr bewusst wahrgenommen. Unserer Flagge geht es ebenso. Darum der Hinweis: Gross in der Mitte – ein Kreuz. Das Kreuz. Es ist das christliche Kreuz.

Egal, was in früheren Zeiten unter diesem Zeichen alles geschehen ist, Rühmliches und Unrühmliches: Das christliche Kreuz ist Zentrum unserer Flagge. Die Politik hat bei ihrer Offizialisierung bewusst darauf Bezug genommen. Der christliche Glaube war allgegenwärtig.

Was immer dieses Zeichen auslöst: Das Kreuz erinnert auch heute an Jesus. An das, was er gesagt und getan hat. Dass Jesus vorgelebt hat: Nicht Gewalt, Egoismus und Reichtum führen zum Glück, sondern Friedensbereitschaft, gegenseitige Achtung und Liebe. Kein Mensch ist weniger «wert» als ein anderer. Jeder Mensch ist einzigartig. Wir sind aufeinander angewiesen.

Das Kreuz in unserer Flagge ist weiss, hell. Für mich bedeutet dies: Das Kreuz möchte nicht niederdrücken. Sondern Hoffnung, Mut und Vertrauen schenken. Umflossen wird das Kreuz vom Rot, der Farbe der Liebe. Sie geht in alle Ecken, in alle Himmelsrichtungen. Liebe, echte Liebe, sollen alle Menschen erfahren können.

Unsere Nationalflagge – ein herausforderndes Zeichen. Die Schweiz darf zu ihrer Geschichte und ihren Werten stehen.
Gleichzeitig sind wir – gerade als Christi*nnen – aufgerufen, das Zentrum unserer Flagge lebendig zu erhalten. Den Geist von Jesus zu leben. Dort wo wir denken, reden und handeln.

Andres Lienhard, Pfarreiseelsorger Ebikon

Pfarreiblatt Juli

Pfarreiblatt Juli

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Leitartikel: Juli – die perfekte Welle

Im Sommer 2004 veröffentlichte die deutsche Popgruppe «Juli» den Song «Die perfekte Welle». Der Song passt wunderbar zum Sommerfeeling und wurde ein grosser Hit. Doch dann, ein paar Monate später, ereignete sich das furchtbare Erdbeben im Indischen Ozean, das einen riesigen Tsunami auslöste. Die gigantische Welle kostete über 200 000 Menschen das Leben. Die Betroffenheit war auf der ganzen Welt so gross, dass es unmöglich wurde, den Hit «Die perfekte Welle» weiterhin zu spielen.

Unterschiedliche Wellen
Seit mehr als einem Jahr wird die Welt von einer anderen Art Welle erfasst: die Pandemie, ausgelöst durch das Coronavirus. Auch hier ist das Ausmass riesig. Mittlerweile ist es auch nicht bei nur einer Welle geblieben. Weitere folgten und legten nicht nur das gesellschaftliche Leben in weiten Teilen lahm, sondern forderten auch viele Todesopfer und Langzeitbeschwerden bei Erkrankten.

Vom Meer lernen
Mittlerweile sind wir wieder im Sommer angelangt. Für viele beginnt die Ferienzeit. Die Planung war auch in diesem Jahr nicht einfach. Die Voraussetzungen änderten sich ständig. Wohin können wir überhaupt fahren? Welche Auflagen gibt es, wenn wir ans Meer wollen? Wird es Reisebeschränkungen für Ungeimpfte geben?

Vor vielen Jahren erzählte mir John von seinem Glaubensweg und verglich ihn mit seiner Erfahrung als Surfer. Das Meer lehrt uns, dass wir von etwas Grösserem umgeben sind, das wir nicht kontrollieren und planen können. Nur wenn wir uns darauf einlassen, können wir es für uns nutzen. Seine Augen leuchten, als er vom Gefühl erzählte, wenn man eine perfekte Welle erwischt: diese Energie, dieses Getragen sein, das Salz, die Sonne, die Gischt war für ihn vergleichbar mit seiner Gotteserfahrung. Es gibt Wellen, die können zerstören. Aber es gibt auch Wellen, die tragen, geben Kraft, lassen das Herz sprudeln vor Freude, eröffnen eine spirituelle Dimension. Wir können das Meer des Lebens, in dem wir uns befinden, nicht ändern, aber wir können versuchen, die Kräfte und Strömungen gut zu nutzen und uns von den Wellen tragen zu lassen, so wie sie eben kommen. Diese Sommerzeit, ja jeder Tag bietet diese Möglichkeit an, von der auch der Refrain des Songs «Die perfekte Welle» singt:

Das ist die perfekte Welle,
das ist der perfekte Tag,
lass dich einfach von ihr tragen,
denk am besten gar nicht nach.
Juli

Lebe in den Sommer hinein und finde an jedem Tag etwas, das dich trägt!

Text und Foto: Lukas Briellmann

Pfarreiblatt Juni

Pfarreiblatt Juni

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Leitartikel: Kirchensteuer gut angelegt

Die Aussage eines Kirchgängers «ihr seid ja nur interessiert an meiner Kirchensteuer» stimmt so für alle, die in der Pfarreiseelsorge engagiert sind, nicht. Was aber stimmt: Dank der Kirchensteuern können die Kirchgemeinden im Rontal Personal anstellen, Kirchen und Gebäude, also Kulturgüter renovieren und in Stand halten, lokale Vereine unterstützen, Räume zur Verfügung stellen und vieles mehr.

Die Dienstleistungen der Kirchen im Rontal sind vielfältig und sind dank der Kirchensteuern möglich. Weit über 90 Prozent der Kirchensteuern bleibt in der Region. Die Katholische Kirche im Kanton Luzern lanciert aufgrund der steigenden Kirchenaustritte die Kampagne «Kirchensteuern sei Dank», um die Menschen darüber zu informieren, wie viel Gutes mit den Kirchensteuern bewirkt wird.

Zum Beispiel Dienst am Nächsten
Dank der Kirchensteuern der katholischen und reformierten Kirchen im Rontal konnte die Ökumenische Fachstelle Diakonie Rontal aufgrund der grossen Nachfrage seit Anfang dieses Jahres aufgestockt werden. Diese soziale Einrichtung berät und unterstützt Menschen im Rontal und versteht sich als Drehscheibe. Ein Projekt der Fachstelle ist beispielsweise der Kleiderraum. Seit Oktober 2020 gibt es ihn im Pfarreiheim Ebikon für armutsbetroffene Menschen im Rontal. Der grösste Teil der Kirchensteuern fliesst in die Seelsorge vor Ort, in der Menschen und ihre Angehörige durch’s Leben begleitet werden – von der Taufe über die Hochzeit, in Beziehungs- und Lebenskrisen, bei Krankheit und bis zum Tod. Dafür erhalten die Mitarbeitenden ihren Lohn. Hinter allen Angeboten in den Pfarreien und im Pastoralraum Rontal stehen Mitarbeiter*innen, die mit viel Herzblut ihre seelsorgerlichen Dienste tun.

Zum Beispiel Medien
Wenn Sie diesen Artikel lesen, dann halten Sie ein zentrales Printmedium in den Händen – das Pfarreiblatt (ausser, wenn Sie den Artikel online lesen – und auch Online-Kommunikation ist uns wichtig). Dank der Kirchensteuern wird dieses Medium finanziert und sind Sie regelmässig und monatlich darüber informiert, was hier im Rontal im kirchlichen Alltag tagtäglich geschieht und auf die Beine gestellt wird. Informationen über Angebote werden auch auf den Websites und auf anderen digitalen Medien aufgeschaltet. So verfügt beispielsweise die Pfarrei Root über eine → Facebook-Seite und Sie sind eingeladen, auf → www.kathrontal.ch unseren → Blog «Mut-Worte» zu abonnieren.

Zum Beispiel Bildungsauftrag
Ausgebildete Religionslehrpersonen sind im Rontal im Bereich BIG (Begegnung im Glauben) tätig. Sie unterrichten die Kinder und Jugendlichen im Religionsunterricht und bereiten sie auf die Sakramente vor. Sie begleiten sie durch Weitergabe und Stärkung des Glaubens im Religionsunterricht und darüber hinaus in der Katechese. In den sogenannten → WAPF-Angeboten (Wahlpflichtanlässe) wird den Lernenden die Chance geboten, Menschen mit einer Geschichte zu begegnen und in verschiedenen Angeboten besondere Erfahrungen zu machen. Dazu wählen die Schüler*innen aus einem umfangreichen ausserschulischen Angebot aus. Sie können sich beispielsweise anmelden für den Anlass «Pilgern auf dem Jakobsweg» oder «Dem Himmel entgegen … joggen aufs Michaelskreuz!» Auf dem Weg zum Michaelskreuz werden Pausen gemacht, in denen Impulse zum Nachdenken, Grübeln, Schmunzeln und meditieren gegeben werden. Glaube wird damit nicht nur als geistiger Akt, sondern auch körperlich erfahrbar.

Wollen Sie noch mehr erfahren, was Sie mit Ihren Kirchensteuern alles möglich machen? Weitere Informationen erhalten Sie im Faltblatt der katholischen Kirche im Kanton Luzern (dem Juni-Pfarreiblatt beiliegend und in unseren Kirchen, Pfarrämtern und Pfarreiheimen aufliegend), auf → www.kirchensteuern-sei-dank.ch oder natürlich immer auch in Begegnung und in Gesprächen mit den kirchlichen Mitarbeiter*innen im Rontal.

Regina Osterwalder, Pastoralraumleiterin

Pfarreiblatt Mai

Pfarreiblatt Mai

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Leitartikel: Gegrüsset seist du Maria

Im Hinblick auf den Marienmonat Mai habe ich mich auf die Suche nach Maria gemacht. Mich fasziniert an Maria, dass eine Frau, über die wir aus der Bibel nur wenig wissen, über Jahrhunderte hinweg auf unterschiedlichste Weise vielen Menschen zum Vorbild geworden ist. Etwa meiner Grossmutter, die zusammen mit anderen Frauen die Lourdesgrotte in Wangs pflegte und regelmässig morgens mit Nachbarinnen den Rosenkranz betete. Oder einigen feministischen Theologinnen, für die Maria eine Frau mit starkem Glauben ist, die mutige Entscheidungen trifft und von Gerechtigkeit träumt. Diesen Aspekt wollte ich weiterverfolgen.

Was schätzen Sie an Maria?
Natürlich ist es problematisch, wenn Maria oder andere Berühmtheiten zu einem idealen Menschen zurechtgestutzt werden, den man sich selber oder anderen als ein Vorbild vor die Nase hält, das man nie erreichen kann. Aber sich jemanden zum Vorbild zu nehmen, kann auch etwas sehr Kraftvolles sein. Gerade wenn das Vorbild ein Mensch ist, den man gut kennt und von dem man auch schon die Schattenseiten gesehen hat. Das hat mich auf die Idee gebracht, einige Menschen in meinem Umfeld nach den Marias ihres Lebens zu fragen. Konkret habe ich sie gefragt, ob sie eine Maria kennen und was sie an ihr schätzen.

Eine Vielfalt von Antworten
Die Antworten waren unglaublich spannend. Marias sind unsere Schwestern, Freundinnen, Nachbarinnen, Tanten, Schwiegermütter und vieles mehr. Marias können fein kochen, sind grosszügig und schenken vorbehaltlos Vertrauen. Sie stellen ihre Küche bei Regenwetter als Holzchueli-Stall für ihre Grosskinder zur Verfügung und scheuen harte Arbeit nicht. Sie sind intelligente Powerfrauen, die die Welt im Sturm erobern und bereit sind, sich auch nach einem grossen Streit um Versöhnung zu bemühen. Marias laden ein, sich gemeinsam für Frauenanliegen einzusetzen und ermöglichen inspirierende Begegnungen. Auch gibt es Sagenerzählerinnen mit Gespür für das Übersinnliche unter den Marias, die es gleichzeitig schaffen, als junge Witwen ihre fünf Kinder durchzubringen. Es war für mich sehr inspirierend, von diesen Marias zu hören und ich hatte den Eindruck, dass es auch den Befragten Freude bereitete, von ihren Marias zu erzählen.

Ich kann dieses Experiment nur empfehlen. Natürlich kann man auch einen anderen Namen wählen. Aber Maria war für mich ein guter Start. Auch wenn ich dabei nicht direkt etwas über die biblische Maria gelernt habe, so habe ich diese im Schreibprozess doch irgendwie tiefer ins Herz geschlossen. Schliesslich war sie auch einfach irgendeine Maria, als Gott an ihre Tür geklopft hat.

Christa Grünenfelder, Pfarreiseelsorgerin

Pfarreiblatt April

Pfarreiblatt April

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Leitartikel: Sehen oder staunen

Sehen ist Physik. Auch die Medizin befasst sich mit dem Sehen. Kameras imitieren das menschliche Sehen. Technik simuliert das Sehen verschiedener Tiere. Aber sehen wir tatsächlich, was wir sehen?

Sehen ist etwas sehr Individuelles. Reines, unverfälschtes Sehen gibt es nicht, Sehen ist immer auch Interpretation. Wir sehen, weil unsere Umgebung Licht unterschiedlich reflektiert oder absorbiert. Jedoch wissen wir erst, was wir sehen, wenn unser Gehirn diese Impulse interpretiert. Ich nehme «etwas» anders wahr als Sie, deute es anders, gebe eine andere Bedeutung. Und spätestens seit dem kleinen Prinzen von St. Exupéry wollen wir nicht nur mit den Augen sehen, sondern auch mit dem Herzen – das macht die Sache auch nicht unbedingt einfacher.

Zeit und Entfernung
Dann wären da noch die optischen Täuschungen, die uns Streiche spielen und ausserdem die Faktoren «Zeit» und «Entfernung», die uns verwirren können. Es stellt sich sogar die Frage, ob wir überhaupt sehen, was wir sehen oder ob das, was wir sehen, gar nicht (mehr) existiert. Stellen Sie sich vor, ein Stern ist 2000 Lichtjahre entfernt und erlischt heute. Dann erfahren wir dies erst in 2000 Jahren. Oder umgekehrt: Wir sehen heute noch Sterne, die zur Zeit Jesu bereits erloschen waren.

Ostern sehen oder glauben
Ich versuche, das Ganze umzukehren. Wenn wir davon ausgehen, dass Jesus vor gut 2000 Jahren auf unserem Planeten geboren, kreuzigt und begraben wurde und auferstand … und wir uns vorstellen, dass wir von einem etwas mehr als 2000 Lichtjahre entfernten Himmelskörper aus auf diese Erde blicken würden: Könnten wir dann heute sehen, was damals in Jerusalem oder anderswo geschah?
Oder ist es gar nicht entscheidend, dies zu sehen, weil «glauben» im christlichen Kontext wichtiger ist als «sehen»?

Was sind schon 2000 Jahre?
2000 Lichtjahre sind nichts. Nichts im Vergleich zu den 100 000 Lichtjahren Durchmesser «unserer» Milchstrasse. Darin blicken wir höchstens 100 000 Jahre in die Vergangenheit. Und das wiederum ist nichts – denn es ist nur ein Bruchteil der Zeit, die ein Stern existiert. Über all diese Dimensionen können wir letztlich nur staunen – wie auch über das Wunder von Ostern.

Marcel Bucher, Kommunikationsverantwortlicher des Pastoralraums (Foto: pixabay.com)

Pfarreiblatt März

Pfarreiblatt März

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Leitartikel: Auf der Suche nach dem goldenen Faden


Das MISEREOR-Hungertuch 2021/2022 «Du stellst meine Füsse auf weiten Raum» von Lilian Moreno Sánchez. (Bild: © MISEREOR)

 

Mit den Hungertüchern wurde eine mittelalterliche Tradition wiederbelebt. Da viele Gläubige damals des Lesens unkundig waren, wurden vor Ostern nicht nur Altäre und Kreuze mit Stoffbahnen verhüllt, sondern auch biblische Szenen auf Hungertücher gemalt. Analphabet*innen bekamen so Zugang zur Heiligen Schrift.

Dieses Jahr hat das Misereor-Hungertuch die chilenische Künstlerin Lilian Moreno Sánchez geschaffen. «Du stellst meine Füsse auf weiten Raum» (Ps 31,9) ist der Titel dieses Hungertuches, das aus drei Teilen besteht. Es ist ein Triptychon – alle Teile gehören zusammen.

Ein Röntgenbild
Als Grundlage diente der Künstlerin ein Röntgenbild. Es zeigt den Fuss eines Menschen, der im Oktober 2019 in Chile gegen die soziale Ungleichheit im Land demonstrierte und dabei verletzt wurde. Besonders junge Demonstrant*innen wehrten sich dort gegen die steigenden Lebenskosten und die dadurch zunehmende soziale Ungleichheit. Die schwarzen Linien aus Zeichenkohle zeigen die Umrisse des verletzten Fusses. Der menschliche Schmerz wird durch das Schwarz symbolisiert und verbindet ihn mit der Leidensgeschichte Jesu. Die leicht und beschwingt wirkenden Linien weisen trotz gebrochenen Füssen hin auf Hoffnung und auf die Kraft, die Wandel herbeiführen kann.

Strassenstaub und Blumen
Das Hungertuch ist auf gebrauchten Leintüchern gestaltet worden. Sie stammen aus einem Krankenhaus und einem bayerischen Frauenkloster. Mit der Bettwäsche ging die Künstlerin in Santiago de Chile auf den «Platz der Würde». Auf diesem Platz wurde der Mensch verletzt, dessen Fuss das Hungertuch zeigt. Hier hat Lilian Moreno Sánchez Strassenstaub in den Stoff gerieben. Er erinnert an den Mut der protestierenden Menschen, die für ihre Rechte einstanden, aber auch an die Gewalt. Die zwölf Blumen aus Blattgold symbolisieren Schönheit und Kraft. Schmerz und Leiden können überwunden werden. Gold ist die Farbe der Ewigkeit und weist hin auf Gott, der neues Leben schenkt.

Der Faden
Der Stoff des Hungertuches wurde auseinandergeschnitten, wieder zusammengelegt und mit goldenem Faden genäht. Die Künstlerin sagt dazu, dass der goldene Faden an Nähte von Chirurgen oder an bleibende Narben erinnert. Dieser Faden soll Heilung und Zukunft ermöglichen. Der goldene Faden – Erinnerung an unsere biblischen Vorväter und Vormütter, die beteten «Du stellst meine Füsse auf weiten Raum» (Psalm 31,9).

Regina Osterwalder, Pastoralraumleiterin

Pfarreiblatt Februar

Pfarreiblatt Februar

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Leitartikel: Etwas Gutes sagen

In der ersten Februarwoche finden traditionsgemäss verschiedene Segnungen statt. Segnen heisst auf Lateinisch «benedicere», was übersetzt heisst: etwas Gutes sagen. In den Gottesdiensten der kommenden Tage sagt Gott uns etwas Gutes zu. Und es ist doch wohltuend, wenn ich als Mensch so von Zeit zu Zeit ganz ausdrücklich eine besondere Zuwendung erlebe.

Bei der Kerzensegnung am Fest «Darstellung des Herrn» (2. Februar, Lichtmess) spricht Gott uns Licht zu. In jedem Leben gibt es dunkle Ecken, die wir nicht gerne ausleuchten, sondern gerne in der Dunkelheit lassen. Gott möchte uns ermuntern, gerade auch diese Punkte ins Licht zu halten und in seinem Licht zu betrachten. Dann kann zum Beispiel eine alte Verletzung plötzlich in einem neuen Licht erscheinen. Oder ich kann eine «dunkle» Seite an mir, die ich eigentlich nicht wahrhaben will, annehmen als etwas, das zu mir gehört.

Atemnot und Hoffnung
Mit dem Festtag des heiligen Blasius am 3. Februar ist die Halssegnung verbunden. Sie geht zurück auf eine Legende, die besagt, dass der Heilige einen Jungen vor dem Ersticken bewahrt hat. Er hat den Hals des Jungen von einigen Fischgräten befreit. Dass uns durch Fischgräte das Ersticken droht, ist wohl äusserst selten. Aber was müssen wir tagtäglich alles schlucken, oder was lässt uns schwer atmen? Angefangen von kleinlicher Kritik durch Mitmenschen bis zu einschränkenden Entscheidungen unserer Staatsgremien. Dies alles gehört zu den Grenzen dieser Zeit in unserer Welt und unseres Menschseins. Gottes Zuspruch kann uns helfen, uns durch solch unliebsame Erfahrungen nicht lähmen zu lassen und hoffnungsvoller der Zukunft zu begegnen.

Brot und Dankbarkeit
Mit dem Festtag der heiligen Agatha am 5. Februar ist die Brotsegnung verbunden. Für uns ist es sozusagen selbstverständlich, jeden Tag Brot auf dem Tisch zu haben. Das ist nicht für alle Menschen so. Das heisst nun nicht, dass wir uns ständig mit einem schlechten Gewissen an den Tisch setzen sollen. Aber das gesegnete Brot des Agatha-Tages kann uns daran erinnern, dass auch unser tägliches Brot letztlich eine Gabe Gottes ist.

Segnung und Stärkung
Sich von guten Wünschen – den Segnungen – betreffen lassen, ist wie eine zusätzliche Stärkung in dieser speziellen Zeit und im winterlichen Alltag. Wir freuen uns, Sie bei den Segensfeiern zu begrüssen. Angaben zu den Gottesdiensten finden Sie → hier.

Felix Bütler-Staubli

 

Pfarreiblatt Januar

Pfarreiblatt Januar

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Leitartikel: Hundert Jahre Pfarreiblatt im Rontal

«Liebe Pfarrkinder» – lautete die Begrüssung der Leserinnen und Leser des ersten St. Martins-Boten vor hundert Jahren. Dieses «Kirchliche Anzeigenblatt für die Pfarrgemeinde Root», erschien am 1.1.1921 erstmals. In Dierikon, Gisikon, Honau und Root wirkte damals Pfarrer Josef Bucher. Er setzte mit dem St. Martins-Boten den Grundstein für unser heutiges Pfarreiblatt.

«Neue Zeiten verlangen neue Wege», schrieb damals Pfarrer Bucher und rief sein Pfarreiblatt als «modernes Mittel der Seelsorge» ins Leben, um das Wort Gottes über den Kirchenraum hinaus zu verbreiten und damit «alle, alle zum göttlichen Heiland zu führen».

Pfarreiblatt heute
Die Zeiten haben sich seither erneut geändert. Grundwerte unseres Glaubens sind geblieben – aber will das heutige Pfarreiblatt noch immer «alle zum Heiland führen»? Sicher nicht. Wichtig bleibt jedoch, dass das Pfarreiblatt von einer Kirche berichtet, in der Gott nah bei uns Menschen sein und uns im Alltag berühren möchte. Im Alltag heisst: diese Begegnung kann genauso gut bei einer frühmorgendlichen Andacht in der Kirche, auf einem Waldspaziergang, beim gemeinsamen Mittagessen, während eines Bastelnachmittags, im Kleiderraum, beim Besuch der «Gassechuchi», im gemeinsamen Gesang wie auch beim Feierabendbier oder in einem Online-Angebot stattfinden. Diese Vielfalt im Pastoralraumleben zeigt das Pfarreiblatt. Es informiert über Aktivitäten und Angebote. Es regt mit spirituellen Inhalten zum Nachdenken an, es öffnet den Blick über unsere Kirchentüre hinaus, über die Pfarreigrenzen hinweg.

Pfarreiblatt morgen?
Ist das Pfarreiblatt noch zeitgemäss? Gibt es modernere Kommunikationsmittel, die wir nutzen können und teilweise bereits einsetzen? Wir sind unterwegs und suchen nach Möglichkeiten, verschiedene Kommunikationsmittel zu verwenden und zu kombinieren. Wir möchten mit verschiedenen Mitteln unterschiedliche Menschen ansprechen. Das Pfarreiblatt wird dabei weiterhin eine Rolle spielen und sich weiter entwickeln.

Änderungen im Pfarreiblatt
Mit der aktuellen Pfarreiblattausgabe führen wir folgende Änderungen ein:

  • Seitenreihenfolge: Sie finden ab sofort die Inhalte immer in gleicher Reihenfolge: Pastoralraumseiten – Gottesdienste – Pfarreiseiten – Chronik/Adressen – Agenda – Seiten der Zentralredaktion des Vereins Kantonales Pfarreiblatt Luzern.
  • Angepasste Darstellung der Gottesdienste an Wochenenden: Samstagabendgottesdienst erscheint als zugehörig zum Sonntagsgottesdienst.
  • Gendergerechte Sprache: Die Sprache unseres Pfarreiblatts richtet sich an alle Menschen. Wo es den Lesefluss nicht stört, verwenden wir ab sofort nicht nur weibliche und männliche Formen, sondern den sogenannten «Genderstern». Aus Leserinnen und Lesern werden dadurch Leser*innen.

Dankeschön
Dass das Pfarreiblatt etwas zu berichten hat, verdanken wir vielen motivierten Menschen. Freiwilligen und Mitarbeiter*innen, welche Anlässe organisieren und im Pfarreiblatt dazu einladen. Menschen, welche am Leben des Pastoralraums teilhaben und über Erlebtes berichten. Pfarreiangehörige, welche uns Mitarbeiter*innen mit neuen Ideen anregen und uns mit Rückmeldungen unterstützen.

Dass das Pfarreiblatt etwas bewirken kann, haben wir gleichzeitig Ihnen, liebe*r Leser*in verdanken. Danke für Ihr Interesse!

Marcel Bucher, Kommunikationsverantwortlicher des Pastoralraums Rontal

 

Kleiderraum für Menschen mit KulturLegi im Rontal

Kleiderraum für Menschen mit KulturLegi im Rontal

Seit Oktober 2020 gibt es im Pfarreiheim Ebikon den Kleiderraum für armutsbetroffene Menschen im Rontal.

Die ökumenische Fachstelle Diakonie Rontal ist eine diakonische Organisation der katholischen Kirchen Buchrain-Perlen, Ebikon und Root sowie der evangelischen Teilkirchgemeinden Buchrain-Root und Ebikon. Die Fachstelle setzt die «Kirche, die das soziale Handeln lernt und lehrt» um – auch mit einem Kleiderraum für armutsbetroffene Menschen im Rontal, die oft nicht über genügend Mittel verfügen, dringend benötigte Kleider für sich und vor allem auch für die Kinder zu beschaffen.

Im Kleiderraum können nicht mehr benötigte Kleider und Haushaltswäsche (Küchentücher, Frottee- und Bettwäsche) in einwandfreiem und sauberem Zustand abgegeben werden. Ausschliesslich Armutsbetroffene aus dem Rontal können an bestimmten Tagen nach Voranmeldung, unter Vorweisung der Kulturlegi und nach Bezahlung einer Pauschalabgabe von 15 Franken diese Secondhand-Sachen erhalten. Freiwillige Helferinnen und Helfer beaufsichtigen nicht nur die Herausgabe, sie sorgen auch dafür, dass die erhaltenen Sachen ordentlich bereitgestellt werden.

Kleiderspende ist möglich wochentags in Kleiderkiste
Pfarreiheim, Dorfstrasse 7, 6030 Ebikon
Freitag ganztags möglich (8 bis 20 Uhr, Freitag vorzugsweise bis 16 Uhr)
Die Kiste befindet sich links im Eingangsbereich

 

Wir danken Ihnen für die Spende von sauberen Kleidern.

Kontakt für Kleiderspenden und Abholtermine:
uta.siebel@kirchenrontal.ch
041 440 13 04, 077 503 13 42

→ Hier finden Sie die Daten, an denen der Kleiderraum geöffnet ist.

Pfarreiblatt Dezember

Pfarreiblatt Dezember

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Leitartikel: (K)ein Platz in der Herberge

Wer kennt sie nicht – die Krippenspiele. Die Rollenzuteilung ist nicht leicht, denn die Buben wollen den Josef spielen und die Mädchen natürlich die Rolle der Maria übernehmen. Ochs und Esel, die Hirten und die Engel müssen aber auch besetzt werden und natürlich der Wirt, der mit polternder Stimme das Paar abweist mit den Worten: «Hier hat es keinen Platz mehr für euch – die Herberge ist voll».

Das vermasselte Krippenspiel
Nun war da also Walter. Eigentlich wollte er den Schäfer mit der Flöte sein. Aber Frau Schmitt hatte ihm eine andere wichtige Rolle zugedacht. Es kam der Moment, wo Josef auftrat und mit Maria an die Tür der Herberge klopfte. Walter stand hinter der Tür und fragte barsch: «Was wollt ihr?» Und wir kennen die Antwort von Josef und Walter sprach mit kräftiger Stimme: «Die Herberge ist voll». Josef erklärt ihm die Situation, dass sie schon überall vergeblich gefragt haben und sie von weither kommen. Walter blickte wieder streng. Doch Josef liess nicht locker: «Das hier ist meine Frau Maria. Sie ist schwanger und braucht einen Platz zum Ausruhen. Ihr habt doch sicher ein Eckchen für sie. Sie ist müde …». Da entstand eine lange Pause, so dass es für die Zuhörenden ein bisschen peinlich wurde. Der Souffleur flüsterte: «Nein! Schert euch fort!» Und nun – der Wirt ging nicht mehr zurück in die Herberge. Er sah dem Paar nach, das eben den Weg fortsetzen wollte. Walter blieb stehen, die Stirne sorgenvoll gefurcht. Und plötzlich wurde dieses Krippenspiel anders als alle bisherigen. «Bleib hier, Josef!» rief Walter. «Bring Maria wieder her!». Sein Gesicht verzog sich zu einem breiten Lächeln. «Ihr könnt mein Zimmer haben!». Manche Leute meinten, Walter habe das Spiel vermasselt und verdorben. Aber viele hielten es für das weihnachtlichste aller Krippenspiele, die sie je gesehen hatten.

Einen Platz bekommen oder haben
Das Kind in der Krippe, dann erwachsen geworden, wird Menschen einen Platz geben oder sie vom Rand in die Mitte zurückholen. Wer Menschen einen Platz gibt, sie in die Mitte zurückholt, wie der Rabbi aus Nazareth, bei dem wird Gottes Gerechtigkeit spürbar und erfahrbar. Diese Menschen verkörpern die Barmherzigkeit Gottes. «Barmherzigkeit verweist auf die mütterliche Dimension Gottes: Das hebräische Wort für «Barmherzigkeit» (rachamim) ist der Plural von «Gebärmutter» (rechem), deren Wortwurzel «Wärme» bedeutet (cham). Wenn ein Mensch einen Platz hat im Herzen eines Menschen, dann wird ihm warm ums Herz.

Das wäre auch ein Weihnachtsgeschenk – Menschen einen Platz geben, so dass es ihnen warm ums Herz wird. Warmherzige und frohe Festtage.

Regina Osterwalder
(Foto: pixabay.com)

 

Pfarreiblatt November

Pfarreiblatt November

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2+2=4

2+2=4 … Das ist richtig, aber ist es deswegen auch wahr? Ist es nicht wahr, dass sich ein Team von vier Leuten, zusammengesetzt aus jeweils zwei Leuten unterschiedlicher Gruppen, gut harmonierend zusammenarbeitend, sich nach mehr als nur vier Leuten anfühlt? Der «gute Geist», der als fünfte Kraft mitwirkt? Dann wäre es richtig, dass 2+2=4 ist, gleichzeitig aber wäre 5 auch wahr.

Richtig und wahr wird häufig in der gleichen Art und Weise benutzt, obwohl die Wörter unterschiedliche Bedeutungen haben. In der Logik wird der Wahrheitsgehalt einer Aussage mit «wahr» und «falsch» bezeichnet. Und als in der Aufklärung schliesslich der Verstand und das rationale Denken über alles gestellt wurden, sind «wahr» und «richtig» endgültig gleichgesetzt worden und «falsch» als das Gegenteil.

Richtig ist jedoch etwas, das wissenschaftlich, mathematisch oder eben logisch eindeutig ist. Man könnte einfach sagen: beweisbar. Bei «wahr» kommt ein Beziehungsaspekt dazu: wie stehe ich zu der Aussage? Ist die Sache für mich wahr? Was bedeutet es mir?

Jesu Geburt zu Bethlehem
Weihnachten rast auf uns zu. Ist es richtig, dass Jesus in Bethlehem auf die Welt kam, unterwegs mit seinen Eltern? Ist es richtig, dass er, der Erlöser der Menschheit, in einem Stall in armseligen Verhältnissen geboren wurde und die ersten «Gratulanten» Hirten von der Weide waren? Ist es richtig, dass ein Stern drei Weise (oder drei Könige?) zu dem Stall gelotst hat?
Für mich ist es wahr. Ob es richtig ist, weiss ich nicht. Aber für mich macht es Sinn, dass Jesus nicht in einem Palast geboren wurde, dass nicht viele Könige und Herrscher von überall herkamen, um ihm wie einem Kaiser zu huldigen. Ich fühle mich diesem Jesus viel näher, seinen Eltern, die danach flüchten mussten. Zu diesem Jesus kann ich von Geburt an eine Beziehung aufbauen und diese an Weihnachten feiern, in dem ich mich mit den Hirten identifiziere, die dem Wunder der Geburt eines hilfebedürftigen Babys beiwohnen, der schliesslich für mich da sein wird und sein Leben am Kreuz geben wird.

Pastoralraum Rontal
Es ist richtig, dass vor vier Jahren im November durch Zusammenschluss der Pfarreien Buchrain-Perlen, Ebikon und Root der Pastoralraum Rontal gegründet wurde. Ist es deswegen wirklich schon für alle wahr? Es wird noch Zeit brauchen, bis die Menschen in den Pfarreien, im Pastoralraum, eine Beziehung zu diesem Verbund aufgebaut haben. So lange ist es noch nicht wahr, aber richtig. Aber es ist wichtig, dass wir uns dieser Beziehungsarbeit immer wieder stellen, damit es in uns wahr werden kann und Früchte bringen kann. Genauso wie Jesu Geburt.

Johannes Frank

(Bild: Tiramisu, pixabay.com)

Pfarreiblatt Oktober

Pfarreiblatt Oktober

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Jetzt ist die Zeit, Farben zu sammeln!

Im Kinderbuch «Frederick» von Leo Lionni sammeln die Mäuse eifrig Essens-Vorräte für den Winter. Nur Frederick schert aus: Er sammelt Sonnenstrahlen, Farben und Wörter. Wie recht er hatte, zeigte sich gegen Ende des Winters. Jetzt ist es Oktober: Zeit, Farben zu sammeln! Langsam geht das Jahr 2020 dem Winter zu. Es ist Erntezeit. «Herr, es ist Zeit» schreibt Rilke in seinem Herbstgedicht. «Befiehl den letzten Früchten, voll zu sein; gib ihnen noch zwei südlichere Tage, dränge sie zur Vollendung hin, und jage die letzte Süsse in den schweren Wein.»

Farben zum Leuchten bringen
Wie die Natur im Herbst noch einmal ihre ganze Farbenpracht entfaltet, so hat der Glaskünstler André Bréchet (1921–1993) Farben in die moderne Saint-Nicolas de Flue-Kapelle im Weiler Mormont bei Courchavon, zwischen Pruntrut und Bure in der Ajoie, gebracht. Weil keine grossen Mittel vorhanden waren, wurde diese Kapelle auf Initiative von Abbé Bitschy 1976 von Maurergesellen aus Europa gebaut, ohne Architekt und ohne Bauunternehmung. Um keine statischen Probleme zu schaffen, hat sich der Künstler für Dutzende von kleinsten Fenstern mit bunten Glasbausteinen in den Betonwänden entschieden. Entstanden ist ein Bijou, das man so abgelegen auf dem Land nicht erwarten würde!

Leben ist bunt
Der Herbst mit seinen Farben macht uns bewusst, wie vielfältig das Leben ist. Wenn wir jetzt Farben sammeln, haben wir Nahrung für die Seele, wenn der Nebel kommt und die Farben verblassen.

Beat Jung, leitender Priester im Pastoralraum Rontal

Pfarreiblatt September

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Mit Poesie ins Paradies

«Praxis bedeutet: den Ort, an dem du jetzt stehst, zum Paradies zu machen, das Himmelreich unter deinen Füssen zu entdecken». Dieser Satz stammt von dem Zen-Meister Kodo Sawaki (1880–1965). Und wie machen wir das? Jede und jeder auf ihre/seine Art und Weise. Wir entdecken Dinge oder machen Erfahrungen. Eine entdeckt die Musik, ein anderer die Natur und manche die Poesie. Andere fühlen sich beim Waldlauf oder auf einer Bergtour dem Paradies etwas näher. Während der Corona-Zeit entdeckte ich über facebook das Video «Aus dem Homeoffice eines Schauspielers». Da rezitierten bekannte Schauspielerinnen und Schauspieler das Hohelied der Liebe aus dem ersten Korintherbrief (1. Kor 13,1–13). Im Hintergrund ertönte Klaviermusik von Johann Sebastian Bach. Ich habe diesen biblischen Text noch nie so wunderbar rezitiert gehört. Dieser Beitrag hat mich tief berührt. In diesem Moment atmete ich einen Hauch Paradiesluft.

Literatur als Partnerin
Was oder wer Ihnen, werte Lesende, ab und zu ein wenig Paradiesluft herzaubert oder Sie das für sich oder für andere tun – das macht den Alltag erträglicher, erfrischend, interessant, abwechslungsreich, stimmungsvoll und vieles mehr. Neben der Musik kann auch die Poesie den Alltag durchaus bereichern. Und dann gibt es auch immer wieder Theologinnen und Theologen, die überzeugt davon sind, dass Predigende von der Literatur lernen können. Das war nicht immer so. Es gab in der Geschichte eine Zeit, da war man in der Kirche überzeugt davon, dass die Literatur für den Glauben nachteilig oder sogar schädlich sei. Im Zweiten Vatikanischen Konzil aber wurde festgehalten, dass die Literatur und die Kunst von grosser Bedeutung sind. Literatur wird «als Partnerin im Suchen nach dem Glücken des Menschen gewürdigt» – so der Theologe Erich Garhammer, dessen Forschungsschwerpunkt dem Gespräch und der Auseinandersetzung mit der modernen Literatur galt.

Ab und zu ein wenig Paradiesluft
Von Horst Bienek, Schriftsteller, (1930–1980) gibt es folgenden Text:

Wörter
meine
Fallschirme
mit euch
springe
ich
ab
Ich fürchte nicht die Tiefe
wer euch richtig
öffnet
schwebt

Horst Bienek, Gleiwitzer Kindheit. Gedichte aus zwanzig Jahren, 1976 Carl Hanser Verlag, München

Beim Lesen von Gedichten oder Romanen kann es sein, dass die Lesenden eigene Erfahrungen, Krisen oder positive Erlebnisse an dem Gelesenen gedeutet und ausgedrückt finden. Das Gelesene lässt mich Welten entdecken, mit denen ich vielleicht nie in Kontakt gekommen wäre oder denen ich sonst aus dem Weg gehen würde. Und manchmal provoziert Literatur zu neuem Denken und «löst Schwarz-Weiss-Töne auf», so Garhammer. Und dann wird einem Tiefe zuteil, von der man vorher kaum eine Ahnung hatte.
Lassen wir uns manchmal doch mit Wörtern der Dichterinnen und Dichter fallen und fallen dann ein wenig ins Paradies. Viel Vergnügen dabei.

Regina Osterwalder, Gemeindeleiterin Pfarrei Ebikon/Pastoralraumleiterin

Pfarreiblatt August

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Grenzüberschreitung als Chance

Ich bin im Dreiländereck in Basel aufgewachsen. Seit meiner Kindheit gehörten Grenzen immer zu meiner Umgebung. Schon in den Sechzigerjahren war es ohne weiteres und ohne Bürokratie möglich, die Landesgrenzen auf einem Sonntagsspaziergang oder einer Velotour zu überschreiten. Die Grenzen hatten für mich nie etwas Einschränkendes, sondern waren immer viel mehr eine Erweiterung meines Horizontes und die Chance, etwas Neues zu entdecken. Leider ist dies nicht überall auf der Welt so.

Uneingeschränkte Reiselust
Heutzutage wird mehr gereist als je zuvor. Besonders die beiden Monate Juli und August sind Zeiten des Reisefiebers. Ganz Europa macht sich auf den Weg von Nord nach Süd, Ost nach West, von den Ufern der Meere in die Berge und umgekehrt. Grenzen gibt es keine mehr; wenigstens werden sie nicht als Hindernisse angesehen. Höchstens das Budget grenzt unsere Reiselust ein.

Grenzen als Schutz
Im scharfen Kontrast zu dieser grenzenlosen Freiheit haben wir in der ersten Hälfte dieses Jahres das Begrenztwerden in allen Lebensbereichen erfahren. Die Landesgrenzen wurden in ganz Europa geschlossen, dazu Schulen, Restaurants, Bars, Geschäfte und vieles mehr. Gottesdienste waren nicht mehr möglich. Die persönliche Freiheit wurde eingegrenzt. «Zuhausebleiben» war das Motto. Nicht Distanzen zurücklegen war angesagt, sondern Distanz wahren wurde zur Regel. Und auf einmal war Mitten im Jahr eine Ruhe da, die man sonst nur von den Sommerferien kennt. Die Strassen waren fast menschenleer und es gab sogar keine Staus mehr. Das kleine Virus, das keine Grenzen kannte, zeigte uns unsere Grenzen auf.
Seitdem ist uns vieles wieder bewusster: Reisen ist ein Privileg, Gesundheit ein Geschenk, Freiheit keine Selbstverständlichkeit, Solidarität nicht nur ein Wort, ein stabiles politisches System unbezahlbar. Ganz gemäss dem Sprichwort «Weshalb denn in die Ferne schweifen, wenn doch das Gute liegt so nah?» entdeckte die Schweiz wieder die nähere Umgebung und ihre eigene Schönheit.

Mut zur Horizonterweiterung
Mit diesen sehr entgegengesetzten Erfahrungen im Hintergrund lässt sich neu fragen, was Grenzen für uns bedeuten: Einschränkung oder Schutz, Einschluss oder Ausschluss, Abgrenzung oder Horizonterweiterung? In der Bibel finden sich verschiedene Beispiele für den Umgang mit Grenzen. Es gibt Ausgrenzung von Kranken und solchen, die nicht konform mit den Gesetzen waren. Da finden sich Fälle von Diskriminierung von Frauen, Fremden und Menschen anderer Hautfarbe und Kultur. Und natürlich wird auch von Kriegen gegen die Bedrohung von aussen berichtet. Doch die Grundbotschaft der Bibel und vor allem auch das Wirken Jesu zielt darauf hin, Grenzen zu überwinden, Verständnis zu schaffen und Gemeinschaft zu fördern. Gerade die Ausgegrenzten haben dies wohltuend und heilsam erfahren. Und letztlich weist sein Weg auch über die letzte Grenze unseres Daseins hinaus, den Tod.

Der Glaube macht frei und eröffnet neue Horizonte. Dies ist die Grundbotschaft Jesu und der Bibel. Wenn wir als glaubende Menschen unser Leben und Reisen, unser gesellschaftliches Zusammenleben und auch unsere Kirche als eine ständige Grenzüberschreitung im Sinne einer Horizonterweiterung verstehen, dann eröffnen sich unbekannte Welten und neues Leben wird möglich. Nutzen wir nicht nur die Sommerferien dafür.

Lukas Briellmann

Pfarreiblatt Juli

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Ferienzeit – Entdeckungszeit

Die Frühlingsferien fielen buchstäblich ins Wasser. Das sonnige Wetter hat hier vieles wettgemacht. Das Wiedersehen mit meiner Cousine in Holland musste ich in den Kamin schreiben. Gut – man kann ja auch per Skype in Kontakt treten. Und nun stehen die Sommerferien vor der Tür. Jetzt, beim Schreiben dieses Artikels, ist noch vieles unsicher, was das Reisen im Sommer betrifft.
Viele von uns nutzen die Ferienzeit – vor allem im Sommer – um zu reisen, andere Länder kennenzulernen oder ans Meer zu fahren, um sich von der Sonne wärmen zu lassen und im kühlen Nass zu schwimmen. Kinder werden Sandburgen bauen und zuschauen, wie sie von den Wellen wieder aufgelöst werden.
Doch Ferienzeit heisst ja nicht nur reisen. Es gibt Menschen, die können nicht mehr weg oder können sich Ferien weder in der Schweiz noch im Ausland leisten. Und dieses Jahr werden es vermutlich noch mehr Menschen sein. Sie kommt und ist dann da – eben diese Ferienzeit.

Zur Ruhe kommen
Menschen, die zwischen Beruf, Familie und Privatleben eingespannt sind, haben unzählige Termine. Wir holen schnell ein Glas Wasser, kochen schnell das Mittagessen, gehen schnell noch einkaufen, schauen schnell die Hausaufgaben an, holen schnell die Post aus dem Briefkasten, gehen rasch in den Keller.
Und dann ist sie da – die Ferienzeit. Als erstes kommt das zur Ruhe kommen. «Abefahre» sagen wir dann auch. So einfach gelingt dieser Übergang von rasch zu herunterfahren nicht. Dazu brauchen die einen ein paar Stunden, andere einen Tag bis mehrere Tage. Manchen gelingt es kaum oder gar nicht. Sie brauchen das Tempo auch in den Ferien.

Die Seele baumeln lassen
Warum sich nicht mal auf das Herunterfahren konzentrieren und diese Momente des zur Ruhe Kommens auskosten und in der kommenden Ferienzeit bewusst angehen? Es könnte ja sein, dass wir Dinge entdecken, die wir sonst kaum bemerken oder geniessen können. Die Stille zum Beispiel, das Herumhüpfen der Spatzen, das Zirpen der Grillen, das Rascheln der Blätter im Wind, das Bellen eines Hundes, den eigenen Atem, spielende Kinder.

Ich wünsche Ihnen eine erholsame Ferienzeit.

Regina Osterwalder

 

 

Pfarreiblatt Juni

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Findet es statt oder nicht?

«Findet es statt oder nicht?» – eine Frage, die kirchliche Gruppierungen wie Blauring und Jungwacht seit Anfang März stets begleitete. Diese ungewisse Zeit fordert auch von jungen Menschen viel Flexibilität und Geduld.

Schon lange ist klar, dass im Juli 2020 ein grosses Highlight für die Scharen im Kanton Luzern stattfinden wird – das Kantonslager (kurz: KALA 2020). Ein Lager mit 59 Jungwacht- und Blauringscharen aus dem Kanton Luzern, welche in Rotkreuz gemeinsam ein Zeltlager durchführen. Ein Vorhaben, welches ungefähr zwei Jahre Vorlaufzeit benötigt und für das schon viele ehrenamtliche Stunden investiert wurden. Die Vorfreude ist gross und es ist schon viel Kreativität in die mögliche Lagerplatzgestaltung investiert worden. Erste Materialbestellungen sind erledigt und auch die Feinplanung des Programms läuft auf Hochtouren. Dann plötzlich ist er da – der Stillstand. Ein Virus löst einen abrupten «Stopp» bei der ganzen Vorbereitung aus und ab diesem Punkt herrscht grosse Unsicherheit. Kann das Lager durchgeführt werden oder nicht?

Abgesagt …
Woche für Woche vergeht. Gespannt werden die Medienkonferenzen des Bundesrats, aber auch die Weisungen von JuBla Schweiz erwartet. Immer dabei ist die «Hoffnung». Die Hoffnung, dass das Lager stattfinden wird.
Dann der definitive Entscheid: Das Kantonslager wird auf den Sommer 2021 verschoben.

… aber die Hoffnung bleibt …
Auf einmal ist nichts mehr so wie vorher. Ungewissheit herrscht. Ein Sommer ohne Zeltlager? Unvorstellbar. Trotz grosser Ungewissheit ist da aber immer noch die «Hoffnung», welche die Scharen motiviert. Denn JuBla-Schweiz empfiehlt, ein normales Sommerlager zu planen. Ein sportliches Vorhaben, da nur noch wenige Wochen für die gesamte Vorbereitung (Lagerplatzsuche, Programm erstellen und vieles mehr) bleiben. Und trotz ungewisser Planung ist eine grosse Motivation und Zuversicht zu spüren. Die Leiterinnen und Leiter sind voll in der «neuen» Planung und ich wünsche ihnen von Herzen ein Happyend dieser aussergewöhnlichen Zeit.

Nicole Oppliger-Burri, Jugendarbeiterin RPI/Präses Jungwacht Ebikon