Buchrain Perlen
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Leitartikel August

Nationalfeiertag Schweiz

Am 1. August feiern die Menschen in der Schweiz den Nationalfeiertag der schweizerischen Eidgenossenschaft. So die offizielle Bezeichnung. Seit dem 1. Juli 1994 ist dieser Schweizer Nationalfeiertag gesamtschweizerisch ein arbeitsfreier Tag. Der 1. August bezieht sich auf den Bundesbrief von 1291, der auf Anfang August datiert ist.

Rund um diesen Nationalfeiertag entwickelte sich ein Brauchtum wie z.B. die Beflaggung von privaten und öffentlichen Gebäuden, öffentliche Feiern mit 1. Augustansprachen von Persönlichkeiten, das Singen der Nationalhymne (Schweizerpsalm), Glockengeläut, Gebete für Volk und Heimat, Lampions, die von Kindern getragen, oder Feuerwerke, die abgebrannt werden. Auf vielen Berggipfeln und Anhöhen brennen auch Höhenfeuer. Nicht zu vergessen sind die 1.-August-Brunchs auf einzelnen Bauernhöfen. In der gesamten Schweiz läuten um 20 Uhr alle Kirchenglocken während einer Viertelstunde.

Vielfalt: 1. August-Abzeichen
Die Schweiz wird oft auch mit dem Wort Vielfalt in Verbindung gebracht. Das zeigt sich auch am Nationalfeiertag mit dem 1. August-Abzeichen, dessen Erlös Pro Patria zugutekommt. Seit 1909 setzt sich Pro Patria für vielfältige und lebendige Kulturen ein. Dieses Jahr erinnert das 1. August-Abzeichen an eine Schweizer Erfindung – den Klettverschluss – auch das gehört zur Schweiz: Erfindungen.

Nationalfeiertage weltweit
Viele Schweizer:innen feiern den 1. August nicht in der Schweiz, sondern in einem anderen Land. Ende 2025 lebten 838 600 Schweizer Staatsangehörige im Ausland. Ihre Zahl ist gegenüber 2024 um 1.4 % gewachsen. Auch andere Länder haben ihre Nationalfeiertage. Unser Nachbarland Frankreich feiert z.B . das Fest der Nation (fête nationale bzw. 14 juillet) am 14. Juli, Italien ihr Festa della Repubblica (Fest der Republik) am 2. Juni. In Costa Rica z. B. wird am 15. September die Unabhängigkeit von Spanien gefeiert.

Und wie ist das nun mit der Heimat?
Für unzählige Menschen ist ihr Dasein durch Flucht und Heimatlosigkeit geprägt. Sie suchen vielleicht ein Leben lang nach dem, was man Zugehörigkeit, Heimatgefühl nennen könnte. Die Sehnsucht nach ihrer Heimat, die sie verlassen mussten durch Krieg, Hunger, Gewalt und vieles mehr, wird sie ein Leben lang begleiten. Das gehörte auch zum Leben der Dichterin Mascha Kaléko. Ein Gedicht von ihr endet mit der Zeile «Zur Heimat erkor ich mir die Liebe». Heimat und Liebe – ein schönes Paar, das uns Menschen dazu bewegen kann und sollte, auf den Spuren der Liebe zu wandeln und den Spuren des Friedens zu folgen. Vielleicht würden dann weniger Menschen einander die Köpfe einschlagen, Kriege und Konflikte anzetteln, einander klein machen und öfter mal singen: «Zur Heimat erkor ich mir die Liebe».

 

Regina Osterwalder,
Pastoralraumleiterin,
Gemeindeleiterin Buchrain-Perlen, Ebikon und Root

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